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BEIM BEETHOVEN-FESTPIELHAUS GIBT ES

29. Oktober 2014
drei Siegerentwürfe. Es handelt sich um die Vorschläge von Chipperfield, Kadawittfeld und Valentiny. Diese Entwürfe werden bis Ostern weiter optimiert. Dann entscheiden die Investoren, welcher Entwurf gebaut wird.
BEIM BEETHOVEN-FESTPIELHAUS GIBT ES

Der Jury gehörten 11 Fachpreisrichter (Architekten usw), 7 Sachpreisrichter (Investoren, Stifter), 4 Vertreter der Gebietskörperschaften (Bund, Land, Bonn, Rhein-Sieg-Kreis) und 4 Vertreter der Nutzer (Beethovenfest, Beethoven-Orchester) an.  Es werden zwei Siegerentwürfe ausgewählt, die dann bis Ostern 2015 optimiert werden.

 

Hier können Sie sich einen Eindruck allen zehn eingereichten Entwürfe verschaffen.  

 

Warum die Stadtkasse Bonn mit dem Bau des Beethoven-Festspielhauses ca. 20 Mio Euro einsparen kann, lesen Sie hier.

Chipperfield: Kristalline Architektur auf schlanken Stelzen

Chipperfield:  Kristalline Architektur auf schlanken Stelzen

Der britische Architekt hat verschiedene quaderförmige Baukörper aus weißem Schleuderbeton zu einem vierstöckigen Entwurf zusammengefügt. Die beiden unteren Baukörper sind Verbindungsglied zwischen Rheinpromenade und Grünanlagen der Beethovenhalle, zugleich erfolgt über sie der Hauptzugang zum Konzertsaal. Über diesen beiden Teilen erheben sich zwei weitere Bauteile, begehbare Terrassen, die als Aussichtspunkt geeignet sind und auch eine Außenspielstätte beherbergen. Oben und unten bilden die Bauteile zwei riesige Torbögen. Durch den Versatz der Baukörper bekommt das Gebäude eine gewisse Virtuosität. Geprägt ist die Ansicht von schlanken Stelzen, unterbrochen von kompletter Glasverkleidung und damit einer kristallinen Architektursprache. Der Saal liegt im Zentrum der beiden unteren Ebenen und ist in gemasertes Nussbaumfurnier gekleidet.

Chipperfield hat seinen Entwurf an der historischen Entwicklung des Standortes seit dem Mittelalter ausgerichtet. Von der militärisch geprägten Stadtbefestigung bis zum kulturell geprägten Festspielort. „Erstmals in seiner Bebauungsgeschichte darf die Architektur die herausragende strategische Bedeutung des Orts feiern und genießen“, beschreibt es der Architekt. Vom Bollwerk Neuer Turm (im Mittelalter) zum sich hoch erhebenden kristallinen Festspielhaus.

Konzertsaal: 1.500 / 800 Plätze 

Form: Shoebox 

Material Tragwerk/Fassade: weiße Schleuderbetonstützen und Glaselemente

Material Foyer: Sichtbeton oder Mauerwerk

Material Saal: gemasertes Nussbaumfurnier

 

Kadawittfeld: Harmonie von Neubau und Landschaft

Kadawittfeld:  Harmonie von Neubau und Landschaft

Die Architekten aus Aachen greifen den Höhenunterschied zwischen Rhein und oberem Gelände der Beethovenhalle auf und gestalten nach außen ein sich schichtförmig erhebendes Gebäude. „Harmonie von Neubau und Landschaft“ waren Leitlinie der Architekten. Innen geht es in die Gegenrichtung: Der Saal „gräbt“ sich in Anlehnung an ein Amphitheater nach unten in das Gelände und ist so auch in der klassischen Form Vineyard angelegt. Nach außen setzen sich die „Schollen“ des Untergrunds optisch dann in den Treppenstufen zum Rhein hinunter fort.

Das Gebäude ist insgesamt wellenartig ohne Ecken und Kanten gehalten und lehnt sich in der Gesamtform und der Landschaftsplanung bewusst an die Kuppel der Beethovenhalle und die Planung der Architekten Wolske und Raderschall an. Beide Gebäude sollen auch eine gemeinsame Rheinterrasse bekommen. Durch die Absenkung des Saals bleibt das Gebäude niedriger als die Beethovenhalle.

Von der Sandkaule gelangt man ebenerdig in das Foyer des Neubaus. Von dort können die Besucher durch die verglaste „Fuge“ zwischen den Parkett-Terrassen und dem darüber angeordneten „Resonanzkörper“ (mit Balkonen) in den Saal und auf das Wasser schauen. Das Foyer führt komplett um den Saal herum und erlaubt stetigen Außenbezug.

Konzertsaal: 1.500 / 800 Plätze 

Form: Vineyard

Material Tragwerk: Stahlbeton und Stahlfachwerkträger

Material Fassade: Naturstein (Blaustein/Granit/Kalkstein/Sandstein/Terrazzo)

Material Saal: dunkles Holz (innen)

Valentiny: Große und kleine Welle

Valentiny:  Große und kleine Welle

Die Architekten aus Luxemburg gestalten ein wellenförmiges Gebäude mit großer Gestik und einer riesigen Glasfront rhein- und stadtseitig. Neben eine große wird eine kleine Welle gesetzt. Die schuppenförmige Aufteilung des Daches setzt sich in diesem kleineren Gebäudeteil fort und wird dort bis auf den Boden fortgeführt, so dass zur Seite der Beethovenhalle hin Offenheit besteht. Eine ausladende Freitreppe führt vom Rhein hinauf zu einem der beiden Eingänge. Der andere ist stadtseitig durch die kleine Welle. Die Planung geht davon aus, dass der Bunker auf dem Grundstück stehen bleiben kann.

Die runden Formen werden im Inneren des Baus fortgesetzt. „Ein Gebäude für Beethoven soll nicht kantig und geschlossen sein, sondern es wird durch eine einladende Gestik von weichen dramaturgische Bewegungen Höhepunkte setzen“, so die Architekten. Große Flächen hinter der Glasfront können als Veranstaltungsfläche oder als Aussichtplattform für weite Blicke über den Rhein dienen. Durch die Schuppenform des Daches dringt auch auf obere Etagen ein Stück Tageslicht. Der Konzertsaal ist eine Mischung aus den klassischen Formen Vineyard und Shoebox, mit dem Orchesterraum ein Stück zentraler angesiedelt. Die Decke kann bei der kleineren Nutzung des Saals (800 Plätze) abgesenkt werden.

Konzertsaal: 1.500 / 800 Plätze 

Form: Shoebox / Vineyard

Material Tragwerk: Stahlbeton und Stahlfachwerkkonstruktion

Material Fassade: Metallpaneele mit bronzener Oberfläche und Glasfassade

Material Saal: Beton (außen), Gips und helles Holz (innen)

 

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DIE GRÜNEN LEGEN BONN LAHM

wie die Beispiele Cityring, Viktoriakarree und Beethovenhalle zeigen. Wie widersinnig grüne Politik dabei ist, zeigen beispielsweise die Beschlüsse dem Cityring, durch die der Autoverkehr zum Bahnhof zu langen umweltschädlichen Umwegen durch Wohngebiete gezwungen wird.

22 JAHRE WAR BEETHOVEN IN BONN -

länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er  im Geiste der Aufklärung zur musikalischen wie auch charakterlichen und politischen Persönlichkeit, sammelte wichtige und prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich als Komponist.

AM 2. 2. FINDET DAS KLAVIERKABARETT

LUDWIG ALAAF von Stephan Eisel um 10:30 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg statt (Rochusstraße 276, 53123 Bonn)22 Jahre hat Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet. Er war dabei nicht der grimmige, vom Schicksal beladene Komponist als der er oft dargestellt wird, sondern hatte eine sehr heitere Seite. Es erwarten Sie überraschende Einsichten zu Ludwig und Fingerübungen zwischen Pop, Jazz und Klassik. Dabei geht sowhl um die von Beethoven in seinen Werken umgesetzte "rheinische Täuschung" als auch den Nachweis, dass er die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder komponiert hat. Das Bonner Prinzenpaar hat sich zu einem Besuch angesagt.

DIE BEETHOVENS WAREN IN BONN

über 60 Jahre mit vier Generationen eine feste Größe in der Bonner Stadtgesellschaft. Mit der Familie des größten Sohns der Stadt am Rhein befasste sich die erste Folge einer mehrteiligen Serie von Stephan Eisel zum Bonner Beethoven im General-Anzeiger.

BEETHOVEN UND DIE 22 BONNER JAHRE

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das im Januar 2020 im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum 31. Dezember 2019 zum Vorzugspreis subskribieren.

UNSER LUDWIG LÄCHELT

ist Thema meines Klavierkabaretts am 1. November um 16.00 Uhr (ausverkauft) und 18 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf in Bonn Poppelsdorf. Es geht dabei um die unbekannte Seiten von Beethoven aus seiner Bonner Zeit, die mit Fingerübungen am Klavier vorgestellt werden.

FÜR DAS SCHEITERN DES FESTSPIELHAUSES

für Beethoven in Bonn trägt der damalige OB Nimptsch (SPD) ein erhebliches Maß an Verantwortung. Dass er dafür jetzt Post und Telekom verantwortlich machen will, stellt die Wahrheit auf den Kopf. 

AM 3. OKTOBER FEIERN WIR DEN TAG

der Deutschen Einheit. Wie am 23. August 1990 die freigewählten Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes beschlossen hat, habe ich als Mitarbeiter von Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt miterlebt.

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das dritte Quartal 2019.

KUNST UND PUBLIKUM

brauchen einander und sind zugleich in einem Spannungsverhältnis verbunden. Aber Musik, die keiner hört, ein Buch, das niemand liest, oder ein Bild, das keiner sieht, laufen ins Leere. Nur im Respekt voreinander kommen Kunst und Publikum voran.