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UM BEETHOVEN GING ES IM DEZEMBER

gleich dreimal: am 7. Dezember 2018 wurden die BÜRGER FÜR BEETHOVEN als größter ehrenamtlich geführter Verein in Bonn und der Region 25 Jahre alt. Am 5. Dezember fand in der Bundeskunsthalle der Wirtschaftstalk zum Thema Beethoven statt und am 9. Dezember gab die Bürgeraktion UNSER LUDWIG einen neuen Stand zu den Patenschaften für die Beethoven-Statuen von Ottmar Hörl bekannt.

 

Ihr Beitrag zur Beethovenstadt Bonn: werden Sie Pate bei der Bürgeraktion "UNSER LUDWIG"

 

Lesen Sie hier:

1. Bonner Wirtschaftstalk zu Beethoven

2. Bürgeraktion UNSER LUDWIG

3. 25 Jahre BÜRGER FÜR BEETHOVEN

1. Wirtschaftstalk zu Beethoven

1. Wirtschaftstalk zu Beethoven

Stephan Eisel, Malte Boecker, Helge Matthiesen, Ulrich Voigt, Timotheus Höttges (v.l.n.r.)

 

Die Aufzeichnung des Wirtschaftstalks können Sie hier sehen.

Aufzeichnung des 36. Bonner Wirtschaftstalks in der Bundeskunsthalle am 5.12.2018.
Zu Gast bei Helge Mathiesen waren: Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG Malte Boecker, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Beethoven Jubiläums gGmbH Dr. Stephan Eisel, Vorstandsvorsitzender der Bürger für Beethoven e.V. Ulrich Voigt, Stv. Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse KölnBonn

 

General-Anzeiger Bonn 6.12. 2018

Bernhard Hartmann

Telekom-Chef will Open-Air-Konzert im Beethovenjahr

BONN. In der 36. Ausgabe des Bonner Wirtschaftstalks in der Bundeskunsthalle hieß das Thema: „Beethoven@Bonn – Herausforderung & Chance 2020“. Schnell zeigte sich, dass für 2020 noch der rote Faden fehlt, was auf dem Podium heftig diskutiert wurde. 

Wenn Beethoven auf dem Programm steht, sind auch immer Leidenschaften im Spiel. Das ist sogar beim Bonner Wirtschaftstalk nicht anders als in großen Sinfoniekonzerten. In der 36. Ausgabe der Gesprächsrunde, die am Mittwochabend im Forum der Bundeskunsthalle auf eine große Publikumsresonanz stieß, hieß das Thema: „Beethoven@Bonn – Herausforderung & Chance 2020“. Als eine der Kernthesen schälte sich bald heraus, dass im Hinblick auf 2020 noch der rote Faden fehle, was auf dem Podium heftig diskutiert wurde.

Die von GA-Chefredakteur Helge Matthiesen moderierte Runde war prominent besetzt mit Telekomchef Timotheus Höttges, dem Vize der Sparkasse Köln-Bonn, Ulrich Voigt, dem Vorsitzenden der Bürger für Beethoven, Stephan Eisel, und dem Direktor des Bonner Beethoven-Hauses, Malte Boecker, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Jubiläumsgesellschaft BTHVN 2020 ist. Er war für Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner eingesprungen, die wegen einer Erkrankung kurzfristig abgesagt hatte.

Matthiesen stellte zu Beginn die Beobachtung in den Raum, dass von Begeisterung im Hinblick auf 2020 in Bonn noch wenig zu spüren sei: „Wird das im Klein-Klein zerrieben?“ Das kulturelle Angebot sei in Bonn schon vorhanden, merkte Höttges an. „Was uns fehlt, ist das großstädtische Flair. Was mit Beethoven in Bonn passiert, ist noch sehr lokal.“ Die Chance sei jetzt da, „wenn wir 2020 dazu nutzen, nicht nur uns zu feiern, sondern die Welt einzuladen und sie hier hinzubringen“. Beethoven biete die Chance, den Blick auf Bonn zu lenken, stimmte Eisel zu. Boecker beklagte ein wenig, dass die Identifikation mit Beethoven bei der Bevölkerung im fernen Japan stärker ausgeprägt sei als in der Geburtsstadt des Komponisten und berichtete von den Massenaufführungen der neunten Sinfonie. Ob so etwas denn auch für Bonn geplant sei, wollte Matthiesen wissen, was Boecker jedoch verneinte.

Massenveranstaltungen sind ein Thema, dem Höttges durchaus aufgeschlossen gegenübersteht. Dabei schwebt ihm jedoch nicht die Neunte vor. „Wir müssen eine richtige Party haben. Ich wünsche mir das größte Open-Air-Konzert, das Bonn je gesehen hat.“ Mit einem echten Superstar in der Kategorie Paul McCartney oder Lady Gaga.

Abgesehen davon vermisst Höttges, dass es den mittlerweile auf Hochtouren laufenden Vorbereitungen immer noch an Kontur fehle: „Was ist das Thema des Jubiläumsjahres?“ Die Frage mündete im weiteren Gespräch in dem Ergebnis, dass für eine Gestaltung des Jubiläumsjahres eine Intendantenlösung für die Jubiläumsgesellschaft sinnvoll gewesen wäre, wie Eisel betonte. Und Höttges meinte: „Ich glaube, neben einem guten Programm braucht man auch einen guten Kopf. Ich erwarte schon, dass da auch ein paar Gesichter Verantwortung übernehmen.“ Die Telekom jedenfalls werde das ganze Jahr Beethoven feiern, versprach er. Für Eisel wäre ein passender roter Faden das Beethoven-Schiller-Motto „Alle Menschen werden Brüder“, was ziemlich nah am Motto des Beethovenfests 2020 ist, das „Seid umschlungen“ lauten wird.

Einig war man sich in der Runde, dass die Kommunikation verbessert werden müsse. „Eine zentrale Pressekonferenz reicht nicht, um das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen“, meinte Eisel. Und Voigt plädierte für eine Nachhaltigkeit des Jubiläumsjahres über 2020 hinaus.

„Wann war das Beethovenjahr für Sie erfolgreich?“, fragte Matthiesen am Ende in die Runde. Voigts Antwort: „Wenn es weitergeht.“

 

2. Bürgeraktion UNSER LUDWIG

2. Bürgeraktion UNSER LUDWIG

Tanja Kröber, Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Maike Reinhardt, Stephan Eisel

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Schirmherr der Bürgeraktion „Unser Ludwig“ zeigte sich erfreut darüber, dass bereits über 600 Bonner Beethoven-Statuen einen Paten gefunden haben. Das berichteten ihm bei einem Besuch in seinem Dienstzimmer Tanja Kröber und Maike Reinhardt von city-marketing Bonn e.v. und Stephan Eisel, Vorsitzen der der Bürger für Beethoven.

Am 30. Mai 2018 haben city-marketing Bonn e.V. und die   Bürger für Beethoven ihre Bürgeraktion „Unser Ludwig“ vorgestellt. Dafür konnten sie den renommierten deutschen Konzeptkünstler Prof. Ottmar Hörl gewinnen, der eine Beethoven-Skulptur entworfen hat, die bewusst einen lächelnden Beethoven darstellt. Diese Beethoven-Statue ist etwa einen Meter groß, leicht transportabel und in den Farben Grün (wie das Beethoven-Denkmal) und Gold erhältlich.Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat die Schirmherrschaft für die Bürgeraktion übernommen.

Bei der Bürgeraktion ging es zunächst darum, bis Weihnachten mindestens 500 Paten zu gewinnen, die für 300 Euro eine Beethoven-Statue erwerben. Dies war die Voraussetzung für die Realisierung einer mehrtägigen Kunstinstallation mit den Statuen auf dem Münsterplatz im Frühjahr 2019, bevor diese in den Besitz der Paten übergehen.

Vier Wochen vor der selbstgesetzten Frist können die Initiatoren jetzt vermelden, dass bereits über 600 Paten einen Ludwig erworben haben: „Die Pflicht ist erledigt, jetzt kommt die Kür.“ Auf dem Münsterplatz ist Platz für mindestens 700 Beethovens und die Beethoven-Statue soll darüber hinaus an möglichst vielen Stellen in der Stadt und der Region zu sehen sein. Dafür werden weitere Paten gesucht. Dabei können auch Geschenkgutscheine erworben werden. Alle notwendigen Informationen finden sich auf www.unser-ludwig.de

3. 25 Jahre BÜRGER FÜR BEETHOVEN

3. 25 Jahre BÜRGER FÜR BEETHOVEN

Zur Festschrift 25 Jahre BÜRGER FÜR BEETHOVEN geht es hier.

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Stephan Eisel

25 Jahre Bürger für Beethoven
Begrüßung beim Festakt am 29. November 2018

Am 7. Dezember 1993 gründeten im Rheinhotel Dreesen ein Dutzend Bonnerinnen und Bonner den Verein BÜRGER FÜR BEETHOVEN, heute sind wir mit 1.647 Mitgliedern der größte ehrenamtlich geführte Verein in Bonn und der Region. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Ich begrüße Sie alle zum 25. Geburtstag der BÜRGER FÜR BEETHOVEN – die 530 Menschen hier im Saal und die vielen draußen im Foyer, wohin wir die Veranstaltung übertragen. All denen, die kein Platz mehr Saal gefunden haben, danke ich für Ihr Verständnis. Wir haben mit dem Ansturm von fast 800 Anmeldungen nicht gerechnet, aber wir freuen uns sehr darüber.

Mein besonderer Gruß gilt den Mitgliedern der ersten Stunde: Heute abend sind aus dem Gründungsvorstand Hannelore Weber, Hanns Hieronymus und Fritz Dreesen unter uns. Ich begrüße alle drei und unseren Ehrenvorsitzenden Manfred Jung.

Und natürlich denken wir heute Abend besonders an unseren gerade verstorbenen Gründungsvorsitzenden Barthold Witte. Er hat damals die Bürgerbewegung angeführt als der Bonner Rat und die Stadtverwaltung in trauriger Eintracht und über alle Grenzen hinweg durch die Streichung aller Zuschüsse das Beethovenfest beerdigt haben.

Barthold Witte und seine Mitstreiter haben damals den Beethoven-Marathon als bürgerschaftliches Beethovenfest und auch als Demonstration für Beethoven aus der Taufe gehoben. 53 Stunden Beethoven-Musik mit hochrangigen internationalen Künstlern an den unterschiedlichsten Orten in der Stadt. 1995, 1996 und 1998 fand dieser Beethoven-Marathon statt. Die künstlerische Leitung lag dreimal bei der Intendantin Kari Kahl-Wolfsjäger, die ich heute abend herzlich unter uns begrüße.

Die Bonner haben damals mit den Füßen abgestimmt, die Auslastung bei den drei Beethoven-Marathons lag bei 91 Prozent und der Stadtrat sah sich gezwungen, seine Haltung zu korrigieren. Barthold Witte hatte auch die Idee, für die Beethovenfeste eine eigenständige GmbH zu gründen, an der sich der Bund über die Deutsche Welle mit 30 Prozent beteiligte. Er wollte so verhindern, dass das Beethovenfest noch einmal durch einen einseitigen Ratsbeschluss seiner Existenzgrundlage beraubt werden kann.

Erst seitdem, das heisst seit 1999 – also sage und schreibe erst 172 Jahre nach dem Tod von Ludwig van Beethoven gibt es in seiner Geburtsstadt ein jährliches Beethovenfest. Ich begrüße herzlich die heutige Intendantin Nike Wagner. Gründungsintendant Franz Willnauer musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Er hat gerade seinen 85. Geburtstag gefeiert und lässt alle grüßen. Besondere Jubiläumsgrüße hat uns auch Ilona Schmiel aus Zürich geschickt.

Wir werden als Bürger für Beethoven am Beethovenfest und für das Beethovenfest weiterarbeiten. Es darf aus der Kommunalpolitik nicht regelmäßig in Frage gestellt werden und muss noch stärker in der Stadtgesellschaft verankert werden. Vor allem wollen wir erreichen, dass sich Bund und Land strukturell einbringen. Es ist ja garnicht einzusehen, dass der Bund sich mehr um Wagner in Bayreuth kümmert als um Beethoven in Bonn.

Deshalb war es so wichtig, dass wir 2015 im Koalitionsvertrag die Verankerung der Beethovenpflege als nationale Aufgabe erreicht haben. So kam es zur Beethoven-Jubiläums GmbH, deren künstlerischen Geschäftsführer Christian Lorenz ich ebenso herzlich begrüße wie den Direktor des Beethoven Hauses Malte Boecker.

Die beiden gehören als Bürger für Beethoven ebenso zu unserem Kuratorium wie Generalmusikdirektor Dirk Kaftan, den ich herzlich Grüße. Lieber Dirk, was Du mit unserem Beethoven Orchester an Qualität und Bürgernähe leistest, verdient ein besonderes Dankeschön.

Bürger für Beethoven, und zwar schon lange bevor er sein Amt angetreten hat, ist auch unser Oberbürgermeister Ashok Sridharan, den ich besonders herzlich begrüße. Lieber Ashok, man hat es als Oberbürgermeister nicht immer leicht und kann nicht alle Wünsche erfüllen: Aber Dein klares Bekenntnis zu Beethoven und zur Kultur insgesamt ist wichtig und macht einen Unterschied. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei Dir bedanken. Man sieht Dich eben auch dann bei Kulturveranstaltungen, wenn es Dir nicht durch Deine Amtspflichten vorgegeben ist. Ich freue mich, dass Du gleich zu uns sprechen wirst.

Das ist auch eine Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement, für das ich insbesondere den fast 60 Vorstandsmitgliedern der letzten 25 Jahre danken will. Viele von ihnen sind hier: den Jugendwettbewerb Beethoven Bonnensis, den Beethoven-Ring, den Beethoven-Schaufensterwettbewerb, den Beethoventreff, den Denkmaltag auf dem Münsterplatz, die Verleihung des Götterfunken, das Musikerfrühstück in der Redoute, den Beethoven-Countdown – das alles und noch viel Mehr haben unsere Mitglieder in ihrer Freizeit gestemmt. Schauen Sie dazu in unsere soeben erschienene Festschrift, die draußen für Sie bereit liegt.

Übrigens bekommen wir als Verein kein Geld von der Stadt und – das wird den Oberbürgermeister freuen - wir wollen das auch nicht, denn unsere Unabhängigkeit ist ein hohes Gut und manchmal muss man auch die Freiheit haben, für Beethoven unbequem zu sein. Wir finanzieren alles aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, auch diesen Empfang. Deshalb stehen am Ausgang auch Spendenboxen, die sie nicht übersehen sollten.

Aber wir wollen, dass die Stadt und die Region in Beethoven investieren. Ludwig van Beethoven ist eben nicht nur in Bonn geboren, sondern hat hier 22 Jahre gelebt und gearbeitet – länger als Mozart in Salzburg. Diesen Schatz hat Bonn noch lange nicht gehoben. Das sage ich auch im Blick auf die Wirtschaft und begrüße mit dem IHK-Präsidenten Stefan Hagen und dem Vorstandsvorsitzenden der VR-Bank Rainer Jenniches zwei weitere unserer Kuaratoriumsmitglieder.

Natürlich ist Bonn nicht nur Beethoven, aber Beethoven kann Bonn keiner nehmen. Sein Name und seine Musik sind auf der ganzen Welt bekannt. Wenn sein 250. Geburtstag rund um den Erdball gefeiert wird, werden viele auf die Geburtsstadt und ihren Umgang mit dem großen Komponisten schauen. Das ist eine große Chance. Dabei geht es nicht um ein einmaliges Feuerwerk, sondern um nachhaltige Strukturen.

Deshalb haben wir so für einen sichtbaren und modernen Beethoven-Rundgang eingesetzt, der jetzt auch endlich kommen wird. Es kann doch nicht sein, dass man nur vor dem Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz oder dem Geburtshaus merkt, dass man in der Beethovenstadt ist.

Deshalb kämpfen wir auch weiter für einen angemessenen Konzertsaal. Die Ablehnung des im Bau völlig privat finanzierten und im Betrieb weitgehend vom Bund getragenen Beethoven-Festspielhauses war nicht nur eine Niederlage für uns, sondern eine der schwersten Fehlentscheidungen in der jüngeren Stadtgeschichte.

Eine für 100 Millionen Euro denkmalgerecht, das heisst im Stil der 50er Jahre sanierte alte Mehrzweckhalle ist kein Ersatz für einen Konzertsaal. Man stellt doch die Bilder von August Macke auch nicht in der Tiefgarage des Stadthauses aus.

Ein angemessener Konzertsaal bleibt für die Bürger für Beethoven ganz oben auf der Tagesordnung und für Bonn unverzichtbar, wenn es als Beethovenstadt glaubwürdig sein will. Wir hoffen, dass ein Neubau der Oper dazu die Chance bietet und dort nicht der Fehler einer unkalkulierbaren Altbausanierung wiederholt werden und so Zukunftschancen wieder in den Wind geschlagen werden.

Es ist natürlich reiner Zufall, wenn ich in diesem Zusammenhang unseren Theaterintendanten Bernhard Helmich begrüße. Wir freuen uns auf die Fidelio-Neuinszenierung im Jubiläumsjahr.

Wie man richtig feiert, hat uns in diesem Jahr schon die Universität mit ihrem 200-Jahres-Jubiläum vorgemacht. Es freut mich dass der Rektor der Universität ebenso unter uns die der Direktor des Uni-Klinikums, unser Kuratoriumsmitglied Wolfgang Holzgreve.

Der Uni-Rektor ist ja übrigens im kurfürstlichen Schloß heute dort Hausherr, wo Beethoven als Hofmusiker gearbeitet hat. Lieber Herr Hoch: da ergeben sich viele Ideen im Blick auf 2020.

Zum Hofmensch Beethoven werden wir nachher den Festvortrag hören. Herzlich willkommen Herr von Prof. Ulrich Konrad hören. Professor Konrad ist Bonner, lehrt Musikwissenschaft in Würzburg und ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Beethoven-Hauses. Lieber Herr Professor Konrad, Sie haben vor fast drei Jahren bei der nationalen Jahrestagung der Görres- Gesellschaft hier in Bonn mit ihrem Vortrag: „Der „Bonner“ Beethoven“ ein Ausrufezeichen gesetzt, für das ich Ihnen sehr danken möchte.

Sie haben damals gesagt: „Dass der „Bonner“ Beethoven keine Larve war, aus der erst in Wien der wirkliche Künstler geschlüpft ist, diese Behauptung sollte ... als berechtigte Annahme für die Biographie wie für den schöpferischen Werdegang des Komponisten unstrittig sein. ...Es wird sich weiterhin als lohnend herausstellen, von einer noch gründlicher als bisher vorgenommenen Untersuchung der Bonner Werke aus die Linien weiter zu ziehen, die sich im kompositorische Denken Beethovens früh angelegt finden und dauerhafte Gültigkeit besitzen. Auch Musiker sollten sich dieser Stücke viel häufiger annehmen, als sie es tun...„

Lieber Herr Konrad: Wir freuen uns auf Ihren Vortrag !

Bonn ist nicht nur Beethoven, aber Beethoven lenkt den Blick auf Bonn und diese Chance gilt es zum Wohle der Stadt zu nutzen. Manche Post an uns ist adressiert an die „Bürger für Bonn“: So falsch ist das nicht: Wer ein Bürger für Beethoven ist, ist ein Bürger für Bonn – und wer ein Bürger für Bonn ist, sollte ein Bürger für Beethoven sein.

Da sehe ich in manchen Gesicht die offene Frage: Warum gehöre ich noch nicht dazu – und diese Frage ist berechtigt. Unser Einsatz für Beethoven ist umso wirksamer je mehr Mitglieder wir haben. 25 Euro im Jahr als Mitgliedsbeitrag ist doch für jeden machbar – und wer als Paar beitritt zahlt zweimal 25 Euro, das sind im Rheinland 37,50 Euro. Wenn Sie sich also schon ganze Zeit fragen, was hier eigentlich gefeiert wird und was Sie konkret für den Ludwig tun können, dann gibt es einen einfachen Weg: Werden Sie Mitglied unserer Beethoven-Familie.

Mit vollem Herzen Familienmitglieder sind auch unsere drei Musiker, die mit drei verschiedenen Blickwinkeln die Musik Beethovens interpretieren:

Fabian Müller war 2004 Preisträger unseres Beethoven-Bonnensis Förderpreises und hat 2017 den 2. Preis des renommierten ARD-Musikwettbewerbs gewonnen. Er wird vier Bagatellen aus op. 33 spielen.

Marcus Schinkel erweist mit seinen Jazz-Variationen über das Rondo aus der Pathetique dem Meister die Remiszenz.

Jetzt gleich eröffnet Susanne Kessel den pianistischen Reigen. Sie hat mit ihrem Projekt „250 piano pieces for Beethoven“ ein einmaliges Geburtstagsgeschenk auf den Weg gebracht, das wir als Bürger für Beethoven gerne unterstützen und zu dem Sie als Notenpaten Ihren Beitrag leisten können. Es werden dabei 250 Komponisten aus der ganzen Welt eingeladen, in neuen Kompositionen ihren Bezug zu Beethoven zu thematisieren.

So stellen wir uns Bonn als Beethovenstadt vor: Von hier aus gehen Beethovens Anregungen in die Welt und kommen als musikalische Grüße von allen Erdteilen zurück.

Oder um es mit den Worten Beethovens auch als Zukunftsauftrag an die Bürger für Beethoven zu sagen: „Die Grenzen sind noch nicht gesteckt, die dem Talent und Fleiß entgegenriefen: bis hierher und nicht weiter!“

In diesem Sinne werden wir uns auch künftig für Ludwig van Beethoven in Bonn einsetzen. Grenzen sind hier nicht gesteckt ….

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