Volltextsuche:

10 DINGE, DIE MAN IN BONN GETAN

15. September 2016
haben sollte, habe ich für das "BlogMagazin" aufgeschrieben.
10 DINGE, DIE MAN IN BONN GETAN

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

Stephan Eisel

Zehn Dinge, die man in Bonn getan haben sollte

1) In Beethovens Geburtshaus den Zauber des historischen Ortes erleben
Das Haus in der Bonngasse wurde 1889 von Bonner Bürgern gekauft, um es vor dem von der Stadt bereits beschlossenen Abriss zu retten. Es fasziniert mit dem Geburtszimmer, Beethovens Partituren und Briefen im Original sowie seinen Instrumenten und Hörrohren und zieht jährlich ca. 100.000 Besucher an. Wer einige Minuten vor dem Haus die Menschen beobachtet - darunter viele, die eigens aus Asien anreisen - bekommt ein Gefühl für die globale Wirkung des größten Sohns der Stadt.

2) Auf dem Drachenfels den sagenhaften Blick auf Bonn genießen
Bonn mit dem Kölner Dom im Hintergrund und vom Rhein umschlungen – der Blick vom Drachenfels ins Rheintal ist atemberaubend und besonders beglückend, wenn man den steilen Anstieg zu Fuß bewältigt hat. Posttower und Langer Eugen im heutigen UN-Campus machen dabei beispielhaft deutlich, wie eng in Bonn in den über 2000 Jahren seit der Gründung durch die Römer Geschichte und Zukunft, Heimat und Weltoffenheit miteinander verbunden sind.

3) Im Karneval Kamelle werfen oder auffangen
Wieverfastelovend in Beuel, viele Veedelszöch, Rathaussturm und der Rosenmontagszug in Bonn mit über 5.000 Mitwirkenden und 250.000 Besuchern – der Bonner Karneval ist ein Großereignis mit vielen Facetten und zugleich familienfreundlich und bürgernah. Der Festausschuss Bonner Karneval und über 100 Karnevalsvereine stellen das übrigens alles ehrenamtlich auf die Beine.

4) Im ehemaligen Regierungsviertel die Wiege der bundesdeutscher Demokratie entdecken
Das Museum König als Geburtsort des Grundgesetzes, Villa Hammerschmidt und Palais Schaumburg, das frühere Kanzleramt mit der Skulptur von Henry Moore und der ehem. Kanzlerbungalow sowie der Plenarsaal des Bundestages – das sind verbunden durch den „Weg der Demokratie“ die Symbole für 50 gute Jahre deutscher Geschichte. Im Haus der Geschichte kann man zugleich bei freiem Eintritt die eigene Kindheit und Jugend durchwandern und sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen.

5) Den Beethoven-Rundgang mit einem leckeren Eis genießen
Von der Bonner Innenstadt bis zur Godesberger Redoute, wo er 1792 Haydn begegnete, lässt sich die Stadt besonders gut erkunden, wenn man Beethovens Weg folgt. Er ist nicht nur hier geboren, sondern hat mit 22 Jahren länger in Bonn gelebt und gearbeitet als Mozart in Salzburg. Zugleich ist der Rundgang von einer Vielzahl von Eisdielen gesäumt, die unwiderstehlich zum Geschmacksvergleich einladen.

6) Open-Air durch den Sommer rocken
Weltstars auf dem KUNST!RASEN am Rhein, die Jugendszene beim Green-Juice-Festival in Neu-Villich, regionale Künstler bei den Stadtgartenkonzerte am Alten Zoll, die Jazzkonzerte auf dem Dach der Bundeskunsthalle, die bunte Musikmischung beim Sommerfestival in der Rheinaue usw. usw.– Bonn ist das open-air-Mekka an der Rheinschiene. Von Santana bis Grönemeyer, von Chick Korea bis Joan Baez: wer in Bonn auf einer open-air-Bühne stand, möchte wiederkommen – auch weil das Publikum unschlagbar ist.

7) Die Bonner Festivals erhören
Mit dem Beethovenfest im September, dem Jazzfest Bonn im Mai, dem Bonner Schumannfest im Juni, beethoven@home im April und der Beethoven-Woche im Januar verführt die Musikstadt Bonn fast im monatlichen Wechsel zum musikalischen Abenteuer. Dazu kommen sozusagen als Dauer-Festivals für Lachmuskeln und Hirnzellen die Kabarettprogramme im Haus der Springmaus und im Pantheon.

8) In Bonner Museen sattsehen
Ob in der Kunst- und Ausstellungshalle des Bundes, im Rheinischen Landesmuseum, dem städtischen Kunstmuseum, dem Macke-Haus, dem Kunstverein, dem Deutschen Museum oder dem Stadtmuseum – die Bonner Museumsmeile lädt zum Marathon ebenso ein wie zum kurzen Sprint. Zu entdecken gibt es alles von Macke bis Beuys, vom Eva´s Beauty Case bis zu Pina Bausch, vom Meer-Erleben bis zu zeitgenössischer Videokunst – also keineswegs nur an der Wand hängende Bilder: Die Bonner Museen sind Gysire der Kreativität.

9) Unter den Blicken Ludwigs über den Münsterplatz schlendern
Das weltberühmte Beethoven-Denkmal wurde am 12. August 1845 enthüllt, wäre ohne die flammenden Appelle Robert Schumanns nicht zustande gekommen und wurde zu über einem Drittel von Franz Liszt finanziert. Immer am 12. August um 11 Uhr erinnern die BÜRGER FÜR BEETHOVEN daran mit einer originellen Freiluftveranstaltung zu Füßen des großen Ludwig.

10) Im Bonner Münster zur Ruhe kommen
Die Münsterbasilika ist der Ruhepol der Stadt, fasziniert mit ihrer überall sichtbaren mehr als 1000-jährigen Geschichte und lädt mit ihrem herrlichen Kreuzgang zur Besinnung ein. Regelmäßig finden dort auch begeisternde Orgelkonzerte statt.

RSS

BUCHTIPP: 2. Auflage

BUCHTIPP: 2. Auflage

Die Presse zum Buch:
"
unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
Ausführliche Pressestimmen zum Buch finden Sie hier

Frühere Artikel

20. Nov 2017

DIE FDP-FLUCHT AUS DEN VERHANDLUNGEN

zu einer Jamaika-Koalition hat ein politisches Erdbeben ausgelöst. Wie die SPD stimmt die FDP mit der Weigerung, Regierungsverantwortung zu übernehmen,  die Grundmelodie an, die Partei sei wichtiger als das Land:  Lesen Sie mehr…
15. Nov 2017

DEUTSCHLANDFUNK KULTUR HAT

in einer ausführlichen Sendung über das Klavierkabarett von Stephan Eisel zu Beethoven berichtet und dabei auch das Verhältnis Bonns zum größten Sohn der Stadt beleuchtet. Lesen Sie mehr…
13. Nov 2017

DIE KOSTEN BEI DER BEETHOVENHALLE

steigen ständig weiter. Mitte November sind es schon über 75 Mio Euro, die für die Sanierung aufgewendet werden ohne dass in der alten Mehrzweckhalle die Akustik verbessert wird. Die Kosten steigen weiter um mehr als eine Million Euro monatlich - und es sind bisher nur etwas mehr als die Hälfte der Bauaufträge überhaupt vergeben. Lesen Sie mehr…
11. Nov 2017

DASS CHRISTEN SICH GEGEN POPULISMUS

wehren müssen, war das Thema einer Diskussion von Stephan Eisel mit 400 Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung Deutschland . Christen sind hier besonders herausgefordert, denn Populisten greifen nicht nur die Grundlage der Demokratie an, sondern vor allem das christliche Menschenbild. Lesen Sie mehr…
09. Nov 2017

ALS AM 9. NOVEMBER 1989 DIE MAUER FIEL

war ich stv. Leiter des Kanzlerbüros bei Helmut Kohl. Wie wir damals im Kanzleramt den historischen Tag erlebten, können Sie in meinem Text "Wie im Kanzleramt die Mauer fiel" nachlesen. Lesen Sie mehr…
26. Okt 2017

DEN 250. HOCHZEITSTAG VON

Beethovens Eltern am 12. November feiern die BÜRGER FÜR BEETHOVEN um 15 Uhr mit  inem Hochzeitskaffeeschmaus mit Musik und Zeitzeugenberichten im Restaurant Bon(n)gout am Remigiusplatz. Der Eintritt beträgt (incl. Kuchenbuffett) 25 Euro. Lesen Sie mehr…
26. Okt 2017

DIE DEBATTE UM EINEN NEUBAU DER OPER

ist notwendig, denn die Kostenexplosion um die Sanierung der Beethovenhalle hat gezeigt, dass solche Altbau-Sanierungen Wege ins Millionengrab sind. Schon deshalb macht es Sinn, einen integrierten Neubau für Oper, Konzert und Schauspiel ernsthaft zu prüfen, Lesen Sie mehr…
09. Okt 2017

BEETHOVEN VERBRACHTE VOR 225 JAHREN

am 1. November 1792 seinen letzten Abend in Bonn. Die Abscheidsparty fand in seiner Stammkneipe "Zehrgarten" am Marktplatz. Von dort brach er nach Wien auf - mit der festen Absicht, nach Bonn zurückzukehren. Das ist das Thema des Klavierkabaretts "Niemals geht man so ganz" am 1. November 2017 von Stephan Eisel Lesen Sie mehr…
03. Okt 2017

BEI EINEM BEETHOVEN-RUNDGANG AM 8.10.

berichtet der Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN Stephan Eisel über die 22 Jahren, die Ludwig van Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet hat. Dabei kommt vor allem zur Sprache, was wenig bekannt ist. So steht z. B. in der Bonngasse nicht nur Beethovens Geburtshaus, sondern dort wohnten auch der Verleger Nikolaus Simrock, der wichtige Musikimpressario Johann Peter Salomon, der den Kontakt zwischen Haydn und Beethoven vermittelt hat, und Beethovens Lehrer Franz Anton Ries. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Beethoven-Haus in der Bongasse.  Lesen Sie mehr…
27. Sep 2017

DASS CLAUDIA LÜCKING-MICHEL NICHT

mehr dem Deutschen Bundestag angehört, ist besonders bedauerlich, denn sie war eine hervorragende Abgeordnete für Bonn. Lücking-Michel wurde gleich zweimal dafür bestraft, dass die Union bundesweit 8,3 Prozent der Stimmen verlor. Sie gewann den Wahlkreis nicht und ihr Listenplatz hatte im Unterschied zu 2013 keine Bedeutung. Lesen Sie mehr…
27. Sep 2017

DIE UNION SOLLTE EIN JAMAIKA-BÜNDNIS

mit FDP und Grünen nach ihrem dramatischen Stimmverlust von - 8,3 Prozent bei der Bundestagswahl 2017 als Chance begreifen, ihr Gestaltungsprofil zu schärfen. Der Ideenwettbewerb in einer solchen Koalition ist eine Herausforderung, aber es ist überfällig, dass CDU und CSU aus dem erfolreichen Finanz-, Euro-, Fukushima-, Flüchtlings- und-so-weiter-Krisenreaktionsmodus in einen durch Ideen zur Zukunftsgestaltung anziehenden politischen Aktionsmodus umschalten. Lesen Sie mehr…
31. Aug 2017

DIE SANIERUNG DER BEETHOVENHALLE

ist im Blick auf Zeitplan, Kostenexplosion und Bürgerbezug ein Desaster mit Offenbarungseid im Triple-Schritt. Die Stadt ist mit hohem Tempo ist eine Sackgasse eingebogen. Jetzt heisst es offiziell, dass „derzeit keine belastbare Terminprognose möglich ist". Lesen Sie mehr…
30. Aug 2017

ONLINE-WAHLEN SCHEITERN AM

Demokratietest, weil sie nicht gleichzeitig das Wahlgeheimnis schützen und Sicherheit vor Manipulation gewährleisten können. Wenn zur Technikfaszination die Demokratiekompetenz kommt, zeigt sich schnell, dass die Urnenwahl der Stimmabgabe im Internet haushoch überlegen ist. Lesen Sie mehr…
22. Aug 2017

WAHLVERSPRECHEN WERDEN VON WÄHLERN

ebenso nachhaltig gefordert wie von Kandidaten bereitwillig gegeben. Dabei hat schon Gotthold Ephrahim Lessing den Beteiligten mit auf den Weg gegeben: "„Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.“ Lesen Sie mehr…
14. Aug 2017

INTERNET UND DEMOKRATIE WAR DAS THEMA

eines ausführlicheren Interviews, das der YouTube-Kanal "Neue Demokraten" mit Stephan Eisel geführt hat. Es ging den verantwortlichen Umgang mit dem Netz: Man muß seine Grenzen kennen, um die Chancen sinnvoll nutzen zu können. Lesen Sie mehr…