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FESTSPIELHAUS BEETHOVEN

FESTSPIELHAUS BEETHOVEN

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Zehn Gründe für das Festspielhaus Beethoven

Ludwig van Beethoven ist der größte Sohn der Stadt Bonn. Im Jahr 2020 feiert die ganze Welt seinen 250. Geburtstag. Aber in der Geburtsstadt Beethovens gibt es keinen angemessenen Konzertsaal, denn die alte Beethovenhalle genügt als in die Jahre gekommene Mehrzweckhalle den Anforderungen in keiner Weise. Weil aber die Pflege Beethovens eine nationale Aufgabe von internationalem Rang ist, erhalten wir in Bonn als Beethovenstadt eine einmalige Chance, die weit über die Möglichkeiten der Kommunalpolitik hinausreicht:

1) Der Deutsche Bundestag hat im Herbst 2007 das Projekt einer „Stiftung Festspielhaus Beethoven" in Bonn in die Liste für „national bedeutsame Kulturinvestitionen" aufgenommen und dafür eine Bundesförderung in Höhe von 39 Mio € beschlossen.

2) Die Bonner DAX-Unternehmen Post AG, und Postbank wollen in Bonn ein neues Festspielhaus Beethoven bauen und dafür 75-100 Mio € ausgeben. Bei einem Architektenwettbewerb mit zehn internationalen Spitzenarchitekten für ein Haus mit einem Konzertsaal mit weltweit anerkannter Spitzenakustik und -architektur sind die Entwürfe von Zaha Hadid (Diamant) und Hermann & Valentiny (Welle) ausgewählt worden. Sie können sofort gebaut werden, weil die Post mit zwei Generalunternehmern die Realisierung bis ins Detail durchgerechnet und geplant hat. Das Risiko eventueller Baukostensteigerungen liegt ausschließlich bei den privaten Bauherrn und nicht bei der Stadt.

3) Standort für das neue Festspielhaus soll nach einem Vorschlag der Stadt Bonn das Areal der heutigen Beethovenhalle sein. Dieser Standort erfüllt die drei wesentlichen Voraussetzungen: Das Grundstück gehört der Stadt, ist groß genug und prominent am Rhein gelegen. Wenn die Stadt sich für die Rheinaue entscheidet, ist auch dieser Standort möglich, allerdings können dann die Kosten für die alte Beethovenhalle, für die es als Mehrzweckhalle kaum Bedarf gibt, nicht eingespart werden.

4) Das neue Festspielhaus wird neben dem eigenen Programm neue Heimat für das Beethoven-Orchester Bonn mit seinen Konzerten und des jährlichen Beethovenfestes. Insgesamt sollen jährlich ca. 120 Konzerte auf höchstem Niveau stattfinden.

5) Während die bisher ca. 90.000 Konzertbesucher in Bonn überwiegend aus der Region kamen, werden durch die nationale und internationale Ausstrahlung des neuen Festspielhauses weitere 50-60.000 überregionale Besucher erwartet. Dies würde eine Steigerung um ca. 50 % bedeuten. Nach der Fertigstellung der Kölner Philharmonie hatte dort die Zahl der Konzertbesucher um über 300 % zugenommen. Das zeigt das Wachstumspotential. Nutzen daraus werden nicht nur die anderen Kulturinstitutionen in Bonn haben, sondern die Bonner Wirtschaft insgesamt.

6) Das Beethoven-Festspielhaus wird keine kommunale Kultureinrichtung der Stadt Bonn sein, sondern die Verantwortung wird bei einer eigenen Stiftung unter Beteiligung des Bundes und Landes liegen. Aus den Kapitalerträgen des Stiftungskapitals kommt die Finanzierung des Programms. Dieses Modell hat sich bereits bei der Wissenschaftseinrichtung CAESAR bewährt.

7) Für das Stiftungskapital hat der Bund bereits 39 Mio € zugesagt. Außerdem liegt bereits die Zusage des Rhein-Sieg-Kreises über 3 Mio €, der Sparkasse Köln-Bonn über 5 Mio € und des Landes für eine Million Euro jährlich vor. Auch die Telekom AG ist bereit, zur Finanzierung des Betriebes beizutragen. Offen ist noch die Höhe der Beteiligung der Stadt. Dabei ist es für die langfristige Sicherung des Projektes immer besser, wenn statt jährlicher Zuschüsse das Stiftungskapital erhöht wird. Auch die Stimmverteilung in den Stiftungsgremien wird den Anteilen am Stiftungskapital entsprechen.

8) Wenn das neue Festspielhaus die Beethovenhalle ersetzt, spart die Stadt Geld: Ca. 1,5 Mio € an jährlichen Betriebskosten für die jetzige Halle und die absehbaren Grundsanierungskosten von mindestens 20 Mio €. Die Stadt sollte zum Stiftungskapital beisteuern, was sie durch den Wegfall der Beethovenhalle spart. Dabei ist die Alternative klar: Ein Festspielhaus kostet für jeden erwachsenen Bonner 7,55 € im Jahr, kein Festspielhaus und der Erhgalt der Beethovenhalle kostet für jeden 12,10 € jährlich. Da das Festspielhaus kein kommunales Kulturprojekt ist, darf seine Finanzierung auch nicht zu Lasten des kommunalen Kulturhaushaltes gehen.

9) Wir haben in Bonn auf der Museumsmeile Erfahrungen wie sich nationale und kommunale Kultureinrichtungen ergänzen können. Die Bundeskunsthalle und das städtische Kunstmuseum liegen nebeneinander, können miteinander wirken und voneinander profitieren. So wird es auch mit dem Festspielhaus und z. B. Oper und Schauspiel sein.

10) Modell für das neue Festspielhaus für Beethoven sind Bayreuth mit Wagner oder Salzburg mit Mozart. Die Konstellation ist für Bonn günstig, aber das Zeitfenster wird nicht auf immer geöffnet bleiben. Deshalb müssen wir die Chance mit zügiger Entschlossenheit ergreifen. Dabei dürfen wir nie vergessen, dass die DAX-Unternehmen und der Bund nicht Geld für den städtischen Haushalt geben, sondern etwas Neues von internationalem Rang in Bonn errichten wollen:

Ludwig van Beethoven hat es verdient !

Dass Oberbürgermeister Nimptsch das Projekt im Frühjahr 2010 in einem Alleingang und ohne Beschlussfassung durch den Rat auf Eis gelegt hat, kann nicht das letzte Wort sein !

Wenn Oberbürgermeister und Stadtrat nicht bald ein klares JA zu dem Geschenk sagen, das die Unternehmen sowie Bund und Land in Bonn finanzieren wollen, wird dieses Geld bald weg sein.

Dann hätte Bonn garnichts und keiner wird's gewesen sein wollen...

AKTUELLES

17. Jun 2015

AUF DIE KNOCHEN BLAMIERT

hat sich die Bonner Kommunalpolitik mit dem Ende des Beethoven-Festspielhauses. Der Hauptsponsor Deutsche Post DHL zog sich mit Hinweis auf den fehlenden Schulterschluss in der Stadt zurück.  Der Bonner Oberbürgermeister, sein Kulturdezernenten und die Kommunalpolitik insgesamt haben zu verantworten, dass eine große Zukunftschance für die Beethovenstadt Bonn vertan wurde.
13. Mai 2015

IN BONN WIRD ÜBER KULTUR-GEBÄUDE

entschieden, ohne deren Verwendungszweck zu klären - z. B. mit millionenschweren Planungsmittel für die Beethovenhalle, ohne zu wissen, wofür die Halle überhaupt gebraucht wird. Statt solcher Geldverschwendung ist ein Gesamtkonzept notwendig, bei dem die Gebäude den Inhalten dienen. Dazu ein Diskussionsanstoß: Konzertsaal im Festspielhaus, Theatersaal in die Beethovenhalle und Godesberger Stadthalle als Mehrzweckzentrum.
16. Apr 2015

DIE BEETHOVENHALLE ALS MILLIONENGRAB

zeichnet sich nach neuen Zahlen der Bonner Stadtverwaltung ab. Für einen Umbau zur konzerttauglichen Multifunktionshalle werden mindestens 69 Mio Euro veranschlagt. Damit müsste die Stadt fast das Fünffache dessen ausgeben, was ihr Beitrag für das Beethoven-Festspielhaus wäre und hätte immer noch keinen Konzertsaal.
25. Jan 2015

DAS FESTSPIELHAUS SPART 20 MIO EURO

für die Bonner Stadtkasse, weil der bisher beabsichtigte teure Umbau der Beethovenhalle mit Nutzungserweiterung dann zur Sanierung für die bisherige Nutzung abgespeckt werden kann. Darüber hinaus gingen Bonn ca. 100 Mio Euro verloren, die Bonner Bürger und Unternehmen sowie der Bund u.a. für das Festspielhaus investieren wollen.
15. Dez 2014

MIT UND FÜR BEETHOVEN

eine Freude machen - das können Sie  im www.beethoven-shop.de.  mit den Lizenzprodukten der Beethoventaler-Genossenschaft, für den Bau des Festspielhauses: Alles ist einfach zu bestellen und wird weltweit verschickt: Heute fördern, morgen freuen !