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POSTCHEF APPEL STEHT ZUM FESTSPIELHAUS

11. Juni 2010
und sagte im Generalanzeiger am 11. Juni: "Als Post sind wir bereit, ein Weltklasse-Festspielhaus zu finanzieren. ... Ich hoffe, Bonn hat 2020 ein Beethoven-Festspielhaus." Bleibt zu hoffen, dass sich die Bonner Kommunalpolitik an dieser klaren Zielsetzung ein Beispiel nimmt. Dafür gilt es weiter zu arbeiten.
Frank Appel (Foto: Frommann)

Zum vollständigen Interview von Frank Appel im Generalanzeiger am 11. Juni 2010 geht es hier.

Appel forderte: "Jetzt muss die Stadt zunächst ein ganzheitliches Kulturkonzept entwickeln." und erteilte dem Vorschlag an Stelle der Oper eine Multifunktionshalle zu finanzieren eine klare Absage: "Die Erfüllung kommunaler Kulturaufgaben können wir aus rechtlichen und finanziellen Gründen nicht übernehmen."

Das Engagement seines Unternehmens für Beethoven begründete er mit dem Hinweis: "Wir handeln nicht uneigennützig. Sponsoring muss uns Vorteile bei den Kunden bringen, sonst würden uns unsere Aktionäre zu Recht Geldverschwendung vorwerfen. Beethoven passt, weil das eine Weltmarke ist, auf die zum Beispiel Kunden aus Fernost begeistert reagieren."

IM WORTLAUT: POSTCHEF APPEL ZUM THEMA BEETHOVEN-FESTSPIELHAUS

In einem Interview des Generalnzeiger äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Frank Appel, am 11. Juni 2010 wie folgt zum Festspielhaus Beethoven in Bonn:

General-Anzeiger: Der Bau eines Festspielhauses in Bonn ist nach langer Debatte auf Eis gelegt. Ist das das Ende des Projekts?

Frank Appel: Das ist zunächst das Ende des Projektes, was aber nicht heißt, dass es nicht mittelfristig wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden kann.

GA: Wie beurteilen Sie mit einigen Wochen Distanz die Entscheidung?

Appel: Persönlich finde ich das schade. Aber die Entscheidung, die die Vorstandschefs von Telekom, Post und Postbank gemeinsam mit dem Bonner Oberbürgermeister getroffen haben, ist richtig. Jetzt muss die Stadt zunächst ein ganzheitliches Kulturkonzept entwickeln.

GA: Zuletzt war auch eine Multifunktionshalle an Stelle der Oper im Gespräch, in der man alle kulturellen Aktivitäten der Stadt gebündelt hätte. Wäre das auch eine Variante, wenn das Projekt wieder auflebt?

Appel: Als Post sind wir bereit, ein Weltklasse-Festspielhaus zu finanzieren. Die Erfüllung kommunaler Kulturaufgaben können wir aus rechtlichen und finanziellen Gründen nicht übernehmen. Wir würden daher immer ein privatrechtliches Modell bevorzugen.

GA: 2020 haben wir mit dem 250. Geburtstag des Komponisten ein Beethoven-Jubiläumsjahr. Was wird Bonn dann haben?

Appel: Ich hoffe, Bonn hat 2020 ein Beethovenfestspielhaus. Es ist noch genügend Zeit bis dahin.

GA: Wer sorgt dafür, dass das Projekt rechtzeitig aus der Schublade geholt wird?

Appel: Jetzt ist erst einmal die Stadt an der Reihe, ein überzeugendes Kulturkonzept vorzulegen. Wenn das ein Festspielhaus beinhaltet, brauchen wir aber sicher auch eine Art Leitfigur, wie Karin Hempel-Soos es war, die es auch von Bürgerseite vorantreibt. Denn ohne breite Unterstützung aus der Bevölkerung geht es nicht.

GA: Stattdessen wollen Sie und ihre Kollegen von Telekom und Postbank jetzt Projekte auf den Feldern Jugend, Bildung und Soziales in Bonn fördern. Was soll passieren?

Appel: An der Förderung der Bildung hier in Bonn haben wir ein handfestes Interesse. Denn wir sind ein großer Arbeitgeber mit Mitarbeitern aus vielen Ländern. Wir haben heute schon etliche Kooperationen mit Bonner Schulen und geben für Kultur und Bildung rund eine Million Euro im Jahr hier in der Stadt und dem Umfeld aus. Darüber hinaus werden wir zum Beispiel die internationale Schule unterstützen, um dort mehr Plätze zu schaffen. Weitere Projekte werden folgen.

GA: In der Region wünschen sich viele mehr Sportsponsoring von der Post. Wie stehen Sie dazu?

Appel: Wir handeln nicht uneigennützig. Sponsoring muss uns Vorteile bei den Kunden bringen, sonst würden uns unsere Aktionäre zu Recht Geldverschwendung vorwerfen. Beethoven passt, weil das eine Weltmarke ist, auf die zum Beispiel Kunden aus Fernost begeistert reagieren. Beim Sport haben wir festgestellt, dass alles, was Räder hat, gut zu unserem Unternehmen passt. Deshalb fördern wir zum Beispiel die Formel 1. Dort sind wir ja auch geschäftlich als Logistikpartner beteiligt.

GA: Das ist aber nicht in Bonn. Die Telekom fördert hier zum Beispiel den Basketball....

Appel: Sportarten wie Basketball passen gut zu Unternehmen, die ihr Geschäft mit Endkunden machen. Wir generieren aber 90 Prozent unseres Geschäfts mit Firmenkunden. Ein Sponsoring solcher Sportarten bringt uns daher weniger und kann allenfalls punktuell sinnvoll sein.

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DIE GRÜNEN LEGEN BONN LAHM

wie die Beispiele Cityring, Viktoriakarree und Beethovenhalle zeigen. Wie widersinnig grüne Politik dabei ist, zeigen beispielsweise die Beschlüsse dem Cityring, durch die der Autoverkehr zum Bahnhof zu langen umweltschädlichen Umwegen durch Wohngebiete gezwungen wird.

22 JAHRE WAR BEETHOVEN IN BONN -

länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er  im Geiste der Aufklärung zur musikalischen wie auch charakterlichen und politischen Persönlichkeit, sammelte wichtige und prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich als Komponist.

AM 2. 2. FINDET DAS KLAVIERKABARETT

LUDWIG ALAAF von Stephan Eisel um 10:30 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg statt (Rochusstraße 276, 53123 Bonn)22 Jahre hat Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet. Er war dabei nicht der grimmige, vom Schicksal beladene Komponist als der er oft dargestellt wird, sondern hatte eine sehr heitere Seite. Es erwarten Sie überraschende Einsichten zu Ludwig und Fingerübungen zwischen Pop, Jazz und Klassik. Dabei geht sowhl um die von Beethoven in seinen Werken umgesetzte "rheinische Täuschung" als auch den Nachweis, dass er die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder komponiert hat. Das Bonner Prinzenpaar hat sich zu einem Besuch angesagt.

DIE BEETHOVENS WAREN IN BONN

über 60 Jahre mit vier Generationen eine feste Größe in der Bonner Stadtgesellschaft. Mit der Familie des größten Sohns der Stadt am Rhein befasste sich die erste Folge einer mehrteiligen Serie von Stephan Eisel zum Bonner Beethoven im General-Anzeiger.

BEETHOVEN UND DIE 22 BONNER JAHRE

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das im Januar 2020 im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum 31. Dezember 2019 zum Vorzugspreis subskribieren.

UNSER LUDWIG LÄCHELT

ist Thema meines Klavierkabaretts am 1. November um 16.00 Uhr (ausverkauft) und 18 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf in Bonn Poppelsdorf. Es geht dabei um die unbekannte Seiten von Beethoven aus seiner Bonner Zeit, die mit Fingerübungen am Klavier vorgestellt werden.

FÜR DAS SCHEITERN DES FESTSPIELHAUSES

für Beethoven in Bonn trägt der damalige OB Nimptsch (SPD) ein erhebliches Maß an Verantwortung. Dass er dafür jetzt Post und Telekom verantwortlich machen will, stellt die Wahrheit auf den Kopf. 

AM 3. OKTOBER FEIERN WIR DEN TAG

der Deutschen Einheit. Wie am 23. August 1990 die freigewählten Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes beschlossen hat, habe ich als Mitarbeiter von Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt miterlebt.

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das dritte Quartal 2019.

KUNST UND PUBLIKUM

brauchen einander und sind zugleich in einem Spannungsverhältnis verbunden. Aber Musik, die keiner hört, ein Buch, das niemand liest, oder ein Bild, das keiner sieht, laufen ins Leere. Nur im Respekt voreinander kommen Kunst und Publikum voran.