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OB ES SINNVOLL IST, VIEL GELD FÜR DIE

21. Mai 2011
Beethovenhalle auszugeben, ist nach den jüngst wieder offenkundig gewordenen baulichen Mängeln sehr zweifelhaft. In den letzten acht Monaten fanden nur 71 Veranstaltungen dort statt, bei lediglich 23 war eine Mehrzweckhalle erforderlich. Wozu wird also die Beethovenhalle gebraucht, wenn das neue Festpielhaus kommt ?

 

Den folgenden Text und eine Übersicht der Veranstaltungen in der Beethovenhalle von Oktober 2010 bis Mai 2011 können Sie hier ausdrucken.


Ohne Konzerte steht die Beethovenhalle leer


Es gibt keinen Bedarf für die Mehrzweckhalle beim Bau des Festspielhauses

Die Beethovenhalle ist eine Mehrzweckhalle und als Konzertsaal in der Geburtsstadt Beethovens nicht mehr zukunftstauglich. Deshalb entstand das Projekt eines Festspielhauses, für das Finanzierungszusagen der Bonner Dax-Unternehmen sowie von Bund und Land in Höhe von insgesamt 140 Mio € vorliegen.

Die Beethovenhalle kostet den Bonner Steuerzahler jährlich ca. 1,5 Mio € an Unterhaltskosten. Das sind über 4000 € täglich !!! Wegen dringend notwendiger baulicher Erhaltungsmaßnahmen fallen in den nächsten Jahren mindestens weitere ca. 20 Mio € Sanierungskosten an, von denen die Stadtverwaltung allein 2,8 Millionen € in den nächsten beiden Jahren ausgegeben will.

Ist es richtig so viel Steuergeld für eine 50 Jahre alte Mehrzweckhalle auszugeben? Gibt es überhaupt den Bedarf für eine solche Mehrzweckhalle, wenn mit dem vollständig privat finanzierten Bau und im Unterhalt von Bund und Land erheblich bezuschussten Festspielhaus ein moderner Konzertsaal zur Verfügung steht ?

Zur Beantwortung dieser Frage wurde die heutige Belegung der Beethovenhalle für die Monate Oktober 2010 bis Mai 2011 ausgewertet.

An den insgesamt 243 Tage von Oktober 2010 bis Mai 2011 war die Beethovenhalle an 173 Tagen nicht mit Veranstaltungen belegt. Es fanden in dieser Zeit nur an 71 Tagen Veranstaltungen statt.

Bei den durchgeführten Veranstaltungen handelte es sich um 37 klassische Konzerte und 31 andere Veranstaltungen, von denen mindestens elf auch in einem fest bestuhlten Konzertsaal stattfinden könnten. Auch die Orchesterproben, die jetzt meist vormittags an etwa der Hälfte aller Tage im großen Saal der Beethovenhalle stattfinden, würden dorthin verlagert.

In den untersuchten acht Monaten gab es also nur 23 Veranstaltungstage, an denen zwingend eine Mehrzweckhalle gebraucht wurde: Für sechs After-Job bzw. Ü-30 Parties, vier Musical- bzw. Ballettveranstaltungen, vier Karnevalsveranstaltungen und vier Messen bzw. Konferenzen. Für diese Veranstaltungen steht u. a. mit dem Brückenforum, der Godesberger Stadthalle, dem Maritim, dem T-Mobile-Forum und nach Fertigstellung dem WCCB ausreichend Kapazität zur Verfügung. Für die Beethovenhalle als Mehrzweckhalle gibt es keinen Bedarf.

Fazit: Es wäre völlig unwirtschaftlich, die Beethovenhalle als Mehrzweckhalle zu erhalten, wenn mit dem Festspielhaus endlich der dringend notwendige moderne Konzertsaal gebaut wird.

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