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IN BONN KÖNNTE MAN SICH AN BAYREUTH

26. Juli 2011
ein Beispiel nehmen. Am Anfang der 100. Wagner-Festspiele stand die Entschlusskraft der Stadt Bayreuth: Wagner bot am 1. November 1871 an, ein Festspielhaus zu bauen. Die Stadtoberen führten die notwendigen Beschlüsse innerhalb von sieben Tagen herbei. Seitdem profitiert Bayreuth davon.
IN BONN KÖNNTE MAN SICH AN BAYREUTH

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Was die Beethoven-Stadt Bonn von der Wagner-Stadt Bayreuth lernen kann

Im Gegensatz dazu haben sich in Bonn Sachen Beethoven-Festspielhaus die meisten, die gewählt wurden, um die Geschicke der Stadt zu lenken, parteiübergreifend in die Büsche geschlagen und lassen die Sache treiben.

Dabei lässt die Unentschlossenheit in Rat und Verwaltung nicht nur 140 Mio € links liegen, die die Dax-Unternehmen sowie Bund, Land, Rhein-Sieg-Kreis und Sparkasse zum Vorteil der Bonner Bürger in das Festspielhaus investieren wollen, sondern verzichtet auch fahrlässig auf erhebliche wirtschaftliche Vorteile für die Region.

Im Fall der Salzburger Festspiele hat eine Studie ergeben, dass der Rückflusseffekt für die öffentliche Hand dreimal so hoch ist, wie die gewährten Subventionen. Die Wirtschaftskammer Salzburg listet Steuermehreinnahmen von 30 Mio € durch die Festspiele auf. Beim Bonner Beethovenfest fliesst jeder investierte Euro vierfach als Kaufkraft in die Region zurück.

Auch aus der Bayreuther Entwicklung lässt sich manches für Bonn lernen: Dort hatte Richard Wagner am 1. November 1871 angeboten, ein Festspielhaus zu bauen, wenn ihm die Stadt dafür ein kostenloses Grundstück überlässt. Der Bayreuther Bürgermeister Theodor Muncker und der Ratsvorsitzende Friedrich Feustel erkannten die Chance und führten die entsprechenden Beschlüsse innerhalb von sieben Tagen herbei.

Richard Wagner war übrigens nur zufällig auf Bayreuth gestoßen. Inzwischen ist Bayreuth durch die Wagner-Festspiele und das besondere Festspielhaus weltbekannt und in diesem Jahr finden die Bayreuther Festspiele finden zum 100. Mal statt. Zwar wurden sie schon 1876 von Richard Wagner gegründet.Finanzielle und politische Krisen sowie zwei Weltkriege haben sie freilich immer wieder ausfallen lassen. Seit 1951 gibt es die Bayreuther Festspiele ohne Unterbrechung jährlich.

1973 wurde die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth errichtet, die den Bayreuther Festspielen eine neue Grundlage gab und eine der Bayreuther Festspiel GmbH als Veranstalter eine gesicherte Zukunftsperspektive gewährleistet.

Die Stiftung finanziert sich zu einem Drittel durch den Bund, zu einem Drittel durch den Freistaat Bayern und zu einem Drittel gemeinsam durch die Stadt Bayreuth, den Bezirk Oberfranken und die Gesellschaft der „Freunde von Bayreuth" mit 5300 Mitgliedern (nicht zu verwechseln mit der Richard-Wagner-Gesellschaft). Entsprechend setzt sich der Stiftungsrat mit seinen 24 Mitgliedern zusammen. Auf den Bund und den Freistaat Bayern entfallen je fünf Stimmen die Familie Wagner vier Stimmen, die Stadt Bayreuth drei Stimmen, die "Freunde von Bayreuth", den Bezirk Oberfranken und die Bayerische Landesstiftung je zwei Stimmen sowie die Oberfrankenstiftung eine Stimme.

Insgesamt liegt der Zuschuss der öffentlichen Hand für die Bayreuther Festspiele stets deutlich unter 40 Prozent. Über 60 Prozent der Mittel kommen aus Einnahmen der Bayreuther Festspiele und privaten Zuwendungen der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V. kommen. Haupteinnahmequellen sind der Verkauf von ca. 58.000 Eintrittskarten für zum Preis von 15 - 280 Euro.

Der Anteil des Bundes für die Bayreuther Festspiele beträgt jährlich ca. 2,3 Mio. Zum Kapitalstock für die Stiftung zum Betrieb des Bonner Beethoven-Festspielhauses hat der Deutsche Bundestag als Beitrag des Bundes 39 Mio Euro beschlossen.

Manche in Rat und Verwaltung haben noch nicht erkannt, welche große Chance mit diesem Engagement des Bundes für die Beethoven-Pflege als nationale Aufgabe von internationalem Rang für Bonn verbunden ist. Da waren die Verantwortlichen in Bayreuth 1871 schneller und haben ihre Chance konsequent genutzt. Deshalb erinnert man sich auch noch nach über einhundert Jahren gerne an sie.

Das Bayreuther Festspielhaus

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GEGEN DEN WAHLLEITER

der Bonner Kommunalwahlen im September 2020, Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, habe ich beim NRW-Innenminister Dienstaufsichtsbeschwerde wegen fahrlässiger Verschleppung der Versendung von Briefunterlagen für die OB-Stichwahl eingelegt.

DAS ERGEBNIS DER OB-STICHWAHL

mit dem Verlust des Rathauses an die GRÜNEN ist ebenso wie die Niederlage bei der Ratswahl ein schwerer Schlag für die Bonner CDU. Das Wählervotum ist für die Christdemokraten ein klarer Oppositionsauftrag. Dort gilt es, die Chance zur Erneuerung zu nutzen.

DIE BRIEFWAHLUNTERLAGEN ZUR

OB-Sichwahl in Bonn wurden teilweise zu spät verschickt. Manche Wahlberechtigte erhielten ihre Unterlagen erst ein oder zwei Tage vor dem Wahltag. Der Vorgang muss aufgeklärt werden. Verantwortlich war als Wahlleiter Stadtdirektor Fuchs.

IM PODCAST DES BEETHOVEN-ORCHESTER

sprach der leitende Dramaturg des Orchesters Tilmann Böttcher mit Stephan Eisel, dem Vorsitzenden der Bürger für Beethoven. Es ging um Beethoven und Bonn, das Beethoven-Orchester und Musik überhaupt.

ZUM BEETHOVEN-JUBILÄUM ERSCHIENEN IST

das "kleine" Beethoven-Buch von Stephan Eisel unter dem Titel BEETHOVEN IN BONN. Es fasst zum Preis von 8,99 Euro auf 128 Seiten inklusive einer englischen Übersetzung zusammen, was das "große" Beethoven-Buch "Beethoven - Die 22 Bonner Jahre" auf über 550 detailliert darlegt (erscheint nach Ostern im Verlag Beethoven-Haus zum Preis von 34,80 Euro). Das "kleine" Beethoven-Buch können Sie sofort hier bestellen und haben es in wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten.

LICHT IN NRW - SCHATTEN IN BONN

- so lässt sich das Ergebnis der NRW-Kommunalwahlen vom 13. September 2020 zusammenzufassen. Während die NRW-CDU ihre Position als stärkste Partei im Land festigte, wurde die Bonner CDU erstmals nicht stärkste Ratsfraktion. Sie steht jetzt vor der Frage, ob sie nicht in der Opposition ihr Profil schärfen will statt im Windschatten der GRÜNEN zu verschwinden. 

AM 21. SEPTEMBER 1945 UM 18 UHR

wurde in der Gastwirtschaft Jacobs in der Friedrichstraße die Bonner CDU gegründet. Gründungsvorsitzender war der Bonner Rechtsanwalt Johannes Henry, ein Freund Konrad Adenauers. An der Gründungsversammlung nahm 38 Gründungsmitglieder teil.

DIE GRÜNEN SIND HAUPTVERANTWORTLICH

für das Desaster bei der Luxussanierung der maroden Beethovenhalle, denn sie bestanden auf dem Erhalt der Halle und deren "denkmalgerechter" Sanierung. Die Gesamtkosten sind inzwischen auf über 160 Mio Euro explodiert, die Fertigstellung frühestens für 2024 vorgesehen.

BEI DER BONNER WAHL AM 13. SEPTEMBER

geht es um eine klare Alternative: CDU oder GRÜNE - wer soll die bestimmende Kraft für Bonns Zukunftsgestaltung sein. Die GRÜNEN betrachten die Welt dabei nur monothematisch, die CDU will unterschiedliche Interessen im Sinne des Gemeinwohls zusammenführen.

DAS BONNER BEETHOVEN-DENKMAL

wurde vor 175 Jahren am 12. August 1845 enthüllt. Es wurde bald das überall auf der Welt bekannte Wahrzeichen Bonns. Die Vorgeschichte war freilich kompliziert. Ohne nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement und den Einsatz von Robert Schumann und Franz Liszt wäre das Vorhaben nicht verwirklicht worden.