Volltextsuche:

"EINE KLEINE STADT KANN DAS GLÜCK HABEN,

10. Mai 2011
dass ein großer Mann in ihr das Licht der Welt erblickt; aber kleinstädtisch darf sein Andenken nicht gefeiert werden", schrieb Franz Liszt 1845 an den Bonner OB Oppenhoff, weil ihn dessen Widerstand gegen das Beethovendenkmal und das erste Beethovenfest nervte. Unter der Überschrift BEETHOVEN 21 konnte man jüngst im SPIEGEL nachlesen, was sich nicht geändert hat.

Der Artikel belegt leider einmal mehr, dass die Zögerlichkeiten an der Stadtspitze beim Thema Beethoven und Festspielhaus auch dem Ansehen Bonns weit über die Stadtgrenzen hinaus schaden.

Lesen Sie den ganzen Artikel "Beethoven 21" im Spiegel hier

Die Autorin Katja Thimm schreibt u. a. :

"Beim Eröffnungskonzert des letzten Beethovenfestes, des großen Bonner Festivals im Spätsommer, kollabierte ein Herr im Publikum. Es war schwül und die Klimaanlage einmal mehr defekt, die Pianistin Hélène Grimaud unterbrach ihr Spiel. Kurt Masur entrüstete sich über marode Bühnentechnik, als er zuletzt in Bonn dirigierte, an der Decke schwebten da noch Luftballons der letzten Über-30-Party. Kent Nagano irrte durch die Stuhlreihen auf der Suche nach einem akustisch unbedenklichen Platz, und der chinesische Pianist Lang Lang rief nach einem Auftritt: "Reißt dieses Ding ab!"

Und tatsächlich, die Halle könnte abgerissen werden. Es liegen Pläne für ein neues Festspielhaus parat, das den Mehrzweckbau von Siegfried Wolske ersetzen soll, große Entwürfe großer Architekten. Zwei Manager haben sich um alles gekümmert, denn das Konzerthaus ist als Geschenk der ortsansässigen Konzerne an die Stadt gedacht.

Doch das kostspielige Präsent treibt die Bonner in bittere Auseinandersetzungen. Von neuen Dimensionen aus Klang und Architektur schwärmen die einen - und die anderen wollen gar nichts davon wissen. Von "Größenwahn" und einem "undemokratischen Verfahren" reden sie, und über die Beliebigkeit der Stararchitektur schimpfen sie auch. Eine Koalition aus Gemütsmenschen, Denkmalschützern und Heimatverbundenen hat sich formiert am Rhein. Es wird gestritten wie seit Jahren nicht.

Denn es geht um mehr als um Kultur und um eine Mehrzweckhalle. Es geht auch um Geborgenheit und um den unwirtlichen Wind der weiten Welt, um Kleinmut und Aufbruch und um die Frage, ob die Menschen in der alten Bundeshauptstadt überhaupt so sein wollen, wie es das neue offizielle Image vorsieht: aufstrebend. Wettbewerbsorientiert. International. Lauter globale Spieler an einem globalisierten Standort."

RSS

DIE GRÜNEN LEGEN BONN LAHM

wie die Beispiele Cityring, Viktoriakarree und Beethovenhalle zeigen. Wie widersinnig grüne Politik dabei ist, zeigen beispielsweise die Beschlüsse dem Cityring, durch die der Autoverkehr zum Bahnhof zu langen umweltschädlichen Umwegen durch Wohngebiete gezwungen wird.

22 JAHRE WAR BEETHOVEN IN BONN -

länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er  im Geiste der Aufklärung zur musikalischen wie auch charakterlichen und politischen Persönlichkeit, sammelte wichtige und prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich als Komponist.

AM 2. 2. FINDET DAS KLAVIERKABARETT

LUDWIG ALAAF von Stephan Eisel um 10:30 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg statt (Rochusstraße 276, 53123 Bonn)22 Jahre hat Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet. Er war dabei nicht der grimmige, vom Schicksal beladene Komponist als der er oft dargestellt wird, sondern hatte eine sehr heitere Seite. Es erwarten Sie überraschende Einsichten zu Ludwig und Fingerübungen zwischen Pop, Jazz und Klassik. Dabei geht sowhl um die von Beethoven in seinen Werken umgesetzte "rheinische Täuschung" als auch den Nachweis, dass er die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder komponiert hat. Das Bonner Prinzenpaar hat sich zu einem Besuch angesagt.

DIE BEETHOVENS WAREN IN BONN

über 60 Jahre mit vier Generationen eine feste Größe in der Bonner Stadtgesellschaft. Mit der Familie des größten Sohns der Stadt am Rhein befasste sich die erste Folge einer mehrteiligen Serie von Stephan Eisel zum Bonner Beethoven im General-Anzeiger.

BEETHOVEN UND DIE 22 BONNER JAHRE

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das im Januar 2020 im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum 31. Dezember 2019 zum Vorzugspreis subskribieren.

UNSER LUDWIG LÄCHELT

ist Thema meines Klavierkabaretts am 1. November um 16.00 Uhr (ausverkauft) und 18 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf in Bonn Poppelsdorf. Es geht dabei um die unbekannte Seiten von Beethoven aus seiner Bonner Zeit, die mit Fingerübungen am Klavier vorgestellt werden.

FÜR DAS SCHEITERN DES FESTSPIELHAUSES

für Beethoven in Bonn trägt der damalige OB Nimptsch (SPD) ein erhebliches Maß an Verantwortung. Dass er dafür jetzt Post und Telekom verantwortlich machen will, stellt die Wahrheit auf den Kopf. 

AM 3. OKTOBER FEIERN WIR DEN TAG

der Deutschen Einheit. Wie am 23. August 1990 die freigewählten Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes beschlossen hat, habe ich als Mitarbeiter von Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt miterlebt.

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das dritte Quartal 2019.

KUNST UND PUBLIKUM

brauchen einander und sind zugleich in einem Spannungsverhältnis verbunden. Aber Musik, die keiner hört, ein Buch, das niemand liest, oder ein Bild, das keiner sieht, laufen ins Leere. Nur im Respekt voreinander kommen Kunst und Publikum voran.