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LEIDER SIEHT SICH DER GENERAL-ANZEIGER

nicht in der Lage, einen folgenden Leserbrief von Stephan Eisel zu einem Artikel abzudrucken, in dem dieser persönlich angegriffen wird. Deshalb erfolgt die Veröffentlichung für alle Interessierten hier.
LEIDER SIEHT SICH DER GENERAL-ANZEIGER

 

 

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In dem leider tendenziösen GA-Artikel „Spekulationen um Kündigung von Olaf Hermes“ vom 2. Mai 2026, den Herr Baumann als Leiter der Lokalredaktion verantwortet, werde ich bedauerlicherweise sehr selektiv und auch irreführend zitiert.

So habe ich Herrn Hermes nicht den „vorzeitigen Ausstieg bei den Stadtwerken“ vorgeworfen. Die Bewerbung auf eine neue Stelle ist völlig legitim.

Kritisiert habe ich vielmehr, dass er auch im Nachhinein der Öffentlichkeit verschwiegen hat, dass er seinen Weggang zu den Bayerischen Staatsforsten schon im August 2025 konkret geplant hatte.

Diese Information lag der Redaktion seit dem 16. April vor. Sie wurde aber nicht veröffentlicht – vielleicht, weil damit die bisherige Darstellung zusammengebrochen ist, dass allein OB Deus für einen angeblich plötzlichen Abgang des SWB-Chefs verantwortlich sei. Erst die große Resonanz auf meinen Facebook-Post zu diesem Thema hat dann offenbar die Veröffentlichung in dem obigen Artikel ausgelöst.

Der GA-Artikel behauptet nun, dass Hermes eingestellt worden sei, um in Bonn „grüne Politik umzusetzen“. Es folgt die Unterstellung, er habe sich nur aus taktischen Gründen in Regensburg beworben „offenbar, um je nach Ausgang der Kommunalwahl eine berufliche Alternative zu haben“. Diesen Vorwurf eines doppelten Spiels mache ich mir ausdrücklich nicht zu eigen. Schließlich sind die Stadtwerke zu politischer Neutralität verpflichtet.

Dem GA-Artikel ist aber zu entnehmen, dass dem damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Schmidt (Grüne) die Pläne von Herrn Hermes bekannt waren. Es fällt immer wieder auf, wie sehr sich die Lokalredaktion auf seine Informationen bezieht. Dabei wird verschwiegen, dass Herr Schmidt im Kommunalwahlkampf unter klarem Missbrauch seiner Funktion ausdrücklich als „Aufsichtsratsvorsitzender Stadtwerke Bonn“ öffentlich für die Wahl von Frau Dörner geworben und sich damit gegen Herrn Deus gestellt hat. Diese Information würde den Lesern helfen, eine wesentliche Quelle des GA-Artikels einzuordnen.

Nach den Angaben von Herrn Schmidt, die sich der GA durch unkritische Wiedergabe zu eigen macht, hat sich Herr Hermes „Anfang Dezember“ aus dem seit August 2025 laufenden Bewerbungsverfahren „zurückgezogen“, dies aber schon wenige Tage später wieder revidiert. Seine Bewerbung in Regensburg war jedenfalls immer noch aktiv, als er am 11. März 2026 dem SWB-Aufsichtsrat einen vorbereiteten Auflösungsvertrag vorlegte, den dieser aber nicht akzeptierte. Man wollte ihn zum Bleiben bewegen.

Am 16. März traf sich Hermes dann mit OB Deus, der ihm eine vorzeitige Vertragsverlängerung anbot. Zu diesem Gespräch erklärte Hermes danach: „Mir schien der Weg für ein konstruktives und professionelles Miteinander wieder offen.“, um am 24. März mit dem Hinweis auf „neue Geschehnisse und zusätzliche Hintergründe“ mit sofortiger Wirkung zu kündigen.

Offenbar war Hermes inzwischen in Bayern beim Bewerbungsverfahren erfolgreich. Dort konnte ein zur Einstellung notwendiger Aufsichtsratsbeschluss aber erst gefasst werden, wenn er zuvor seinen in Bonn bis 2027 laufenden Vertrag beendet hatte. Das alles hätte Herr Baumann leicht selbst recherchieren und darstellen können, wenn er die Kraft gefunden hätte, das Verhalten aller (!) Beteiligten gleichermaßen kritisch zu hinterfragen. Leider ist das in seinem Artikel nicht erfolgt.

Dr. Stephan Eisel”

 

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