Volltextsuche:

EINEN ZWEITEN BÜRGERENTSCHEID

20. Juli 2018
haben die Gegner der Lösung der jahrelang blockierten Bonner Bäderfrage durchgesetzt. Obwohl sie im letzten Jahr bereits eine Abstimmung verloren haben, wollen sie jetzt erneut den Bau eines neuen Bades verhindern. Wie beim Viktoriakaree wäre damit wieder einmal Stillstand für Bonns Entwicklung vorprogrammiert. Wer will, dass Bonn zukunftsfähig bleibt, sollte bei diesem Bürgerentscheid mit NEIN stimmen.
EINEN ZWEITEN BÜRGERENTSCHEID
Die Bonner Bäderlandschaft bleibt auch mit dem neuen Bad dezentral.

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

 

 

Stephan Eisel

Zum zweiten Mal muß abgestimmt werden:

JA zur Zukunft Bonns heißt NEIN beim Bürgerentscheid

Im September 2016 hat der Rat der Stadt Bonn beschlossen, das aufgrund gravierender Mängel geschlossene Kurfürstenbad nicht für 10 Mio Euro zu sanieren, sondern stattdessen ein modernes Bad in der geografischen Mitte Bonns (Dottendorf) an der Grenze zwischen Bad Godesberg und Bonn zu realisieren.

Gegen dieses Konzept richtete sich im April 2017 ein Bürgerbegehren. Obwohl im Unterschied zu Wahlen jedem stimmberechtigten Bonner der Stimmzettel zugeschickt wurde, bleib die Beteiligung daran mit 39,3 Prozent um über 17 Prozent hinter der Beteiligung an der letzten Ratswahl zurück. 51,6 Prozent der Abstimmenden lehnten das Anliegen des Bürgerentscheids ab, bestätigten so die Schließung des Kurfürstenbads und damit das Konzept des Rates durch einen Neubau die Bonner Bäderlandschaft zukunftsfähig zu machen.

Wer dachte, dass damit der jahrelange Bonner Bäderstreit beendet wurde, sah sich getäuscht. Zwar hat der Stadtrat im Dezember 2017 die Planung eines neuen barrierefreien Familien-, Schul-, Sport- und Freizeitbades beauftragt. Aber erneut wurde von den Verlierern der ersten Abstimmung gegen das Vorhaben ein Bürgerbegehren initiiert. Ein Gerichtsverfahren haben sie verloren.

Dieser zweite Bürgerentscheid zum gleichen Thema kostet rund 300.000 Euro und wird vom Anfang Juli bis zum 3. August 2018 durchgeführt. Erneut erhalten alle Abstimmungsberechtigten den Stimmzettel zugeschickt. 

Die Abstimmungsfrage lautet:

„Soll der Neubau eines Schwimmbades in Bonn-Dottendorf gestoppt werden?"

Wer für Bonns Zukunft ist und den Verhinderungsstrategen eine Absage erteilen will, die schon beim Viktoriakarree eine für Bonns Entwicklung verheerende Rolle gespielt haben, muss bei diesem Bürgerentscheid mit NEIN stimmen.
 

Weitere Informationen zur Sache:

  • Auch mit dem neuen Schwimmbad bleibt Bonns Bäderlandschaft dezentral. Bonn verfügt über neun öffentliche Schwimmbäder. Von den fünf Freibädern befinden sich zwei in Bad Godesberg (Panoramabad in Rüngsdorf und Fresi in Friesdorf) und zwei in Bonn (Römerbad in Castell und Melbbad in Poppelsdorf). Dazu kommen das Ennertbad in Beuel und das Hardtbergbad als kombiniertes Hallen-/Freibad. Reine Hallenbäder sind die Beueler Bütt, das Frankenbad in Nordstadt, die Beuler Bütt und das bereits seit zwei Jahren geschlossene Kurfürstenbad in Bad Godesberg. Dazu kommen fünf Lehrschwimmbecken (Derletalschule, Ludwig-Richter-Schule, Rheinschule, Bodelschwingschule, Konrad-Adenauer-Gymnasium).

  • Das neue Bad verdoppelt die bisherige Wasserfläche von Franken- und Kurfürstenbad und ist sowohl als Schul– wie auch als Sportbad nutzbar. Dazu gehören zehn Bahnen (mit einer Tribüne mit 300 Plätzen), drei Kursbecken, ein warmes Erlebnisbecken (mit Strömungskanal im Innen- und Außenbereich), ein großes Planschbecken mit bis bis zu fünf, Rutschen, ein Mehrzweckbecken mit acht Bahnen und Sprungturm; (1-,3- und 5-Meter) sowie ein attraktiven Sauna- und Wellnessbereich mit sieben Saunen, Solebecken und großem Saunagarten.

  • Das neue Bad wird günstiger betrieben als die beiden alten Hallenbäder, die nur von wenigen zahlenden Besuchern frequentiert wurden. Die Belastung des Bonner Haushalts ist dauerhaft geringer als der Betrieb von Kurfürstenbad und Frankenbad. Die Eintrittspreise im Kurztarif werden nicht teurer sein als bei den übrigen Bonner Bädern. Die Tageskarte für das Familienbad ist günstiger als in anderen Familienbädern in der Region.

  • Wenn das neue Schwimmbad kommt, bestehen städtebaulich große Chancen von attraktiven Nachnutzungen für die Flächen des Kurfürstenbades und das Gebäude sowie den Vorplatz des Frankenbades.

  • Das für Bonns Weg in die Zukunft wichtige Bäderkonzept würde scheitern, wenn beim Bürgerentscheid die gestellte Frage von der Mehrheit der gültigen Stim­men mit „Ja“ beantwortet worden ist und diese Mehrheit mindestens rund 24.800 Ja-Stimmen be­trägt (mindestens 10 Prozent der insgesamt Abstimmungsberechtigten).

Wer den Stillstand in Bonn aufbrechen will,

stimmt beim Bürgerentscheid mit NEIN !

RSS

BUCHTIPP: 2. Auflage

BUCHTIPP: 2. Auflage

Die Presse zum Buch:
"
unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
Ausführliche Pressestimmen zum Buch finden Sie hier

EIN KLICK AUF DAS BILD BRINGT ZU WEITEREN INFORMATIONEN

Frühere Artikel

09. Dez 2018

DIE CDU DARF NICHT BELIEBIG SEIN

- so lautete der Kernsatz in der Bewerbungsrede von Annegret Kramp-Karrenbauer um den Vorsitz der CDU. Stephan Eisel analysiert die Wahl in einem Beitrag für den Internet-Blog kreuz-und-quer.de (Politischen Handeln aus christlicher Verantwortung). Lesen Sie mehr…
08. Dez 2018

UM BEETHOVEN GING ES IM DEZEMBER

gleich dreimal: am 7. Dezember 2018 wurden die BÜRGER FÜR BEETHOVEN als größter ehrenamtlich geführter Verein in Bonn und der Region 25 Jahre alt. Am 5. Dezember fand in der Bundeskunsthalle der Wirtschaftstalk zum Thema Beethoven statt und am 9. Dezember gab die Bürgeraktion UNSER LUDWIG einen neuen Stand zu den Patenschaften für die Beethoven-Statuen von Ottmar Hörl bekannt. Lesen Sie mehr…
08. Dez 2018

ÜBER NEUBAU ODER SANIERUNG BEI

der Bonner Oper möchte der Rat nicht selbst entscheiden, sondern versteckt sich lieber hinter einem 200.000 Euro teuren Verfahren der angeblichen Bürgerbeteiligung, in dem 40 zufällig ausgewählte Bürger die Aufgabe des Bonner Rates übernehmen sollen. So kastriert sich der Rat selbst. Lesen Sie mehr…
21. Nov 2018

DER 10JÄHRIGE LUDWIG VAN BEETHOVEN

machte mit seinem Vater 1781 eine Reise zu Musikfreunden in der Region Bonn. Eine der Stationen war Ahrweiler. Mein Beitrag für die Zeitschrift "Haus&Grund Aktuell" befasst sich mit der Frage, was damals dort passiert ist und wo Beethoven tatsächlich war. Für die Auswahl der Besuchten war entscheidend, ob sie ein Klavier hatten. Lesen Sie mehr…
18. Nov 2018

BEI FAST 97 MIO EURO SIND

die Kosten bei der Sanierung der maroden Beethovenhalle inzwischen angekommen. Die Verwaltung kündigt zusätzliche Kosten an, “die zum heutigen Zeit­punkt auf­grund der unklaren Bausituation noch nicht beziffert werden können." So entwicklet sich das Millionengrab vom Trauerspiel zur Tragödie. Lesen Sie mehr…
11. Nov 2018

WER CDU-VORSITZENDER WERDEN WILL,

muss die Frage beanworten "Was ist christdemokratisch". Im Wettbewerb um den CDU-Vorsitz wird erfolgreich sein, wer am besten auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes Antworten auf die Fragen des Tages mit Gestaltungsmut für die Zukunft verknüpfen kann.
Lesen Sie mehr…
10. Nov 2018

EINE NIEDERLAGE HAT DONALD TRUMP

bei den amerikanischen Midterm-Elections erfahren als die Wähler erstmals seit der Präsidentschafts-wahl 2016 an der Urne ihr Urteil über den damals gewählten Präsidentn abgeben durften. Die Demokraten verzeichneten deutliche Stimmengewinne und konnten vor allem die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen. Lesen Sie mehr…
05. Nov 2018

INTRANSPARENZ PAART SICH BEI DER

Beethovenhalle mit Geldverschwendung. Ganz unauffällig kam es im September wieder zu einer Kostensteigerung um 2,1 Mio Euro auf jetzt 96 Mio Euro: Da der Rat der Verwaltung freie Hand bei „Planungs- und Baunachträgen bis zu 100.000 Euro„ gegeben hat, wurde dem Rat eine Liste mit 90 Positionen jeweils unter 100.000 Euro mitgeteilt, die sich insgesamt auf 2,1 Mio Euro addieren. Lesen Sie mehr…
02. Nov 2018

MIT DER BÜRGERAKTION UNSER LUDWIG

bereiten der Zusammenschluß von Bonner Geschäftsleuten city-marketing-bonn e.V. und die BÜRGER FÜR BEETHOVEN einen besonderes Geschenk zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven vor. Mit einem "lächelnden Ludwig", der der renommierte Bildhauer und Konzeptkünstler Ottmar Hörl gestaltet hat, soll aus Bonn ein neues Beethovenbild in die Welt getragen werden. Dafür werden mindestens 500 Paten gesucht. Lesen Sie mehr…
15. Okt 2018

DIE HERBE CSU-NIEDERLAGE BEI DEN

bayerischen Landtagswahlen 2018 ist hausgemacht. Wer die politische Mitte preisgibt, steht schnell am Abgrund. Mit ihren rechtspopulistischen Anwandlungen und einer Dauerkonfrontation mit Angela Merkel hat die Partei unter der Führung von Horst Seehofer diejenigen vor den Kopf gestoßen, die in Bayern bisher CSU gewählt haben, um die CDU zu unterstützen.  Lesen Sie mehr…
12. Okt 2018

BEETHOVEN VERBRACHTE VOR 225 JAHREN

am 1. November 1792 seinen letzten Abend in Bonn. Die Abschiedsparty fand in seiner Stammkneipe "Zehrgarten" am Marktplatz. Von dort brach er nach Wien auf - mit der festen Absicht, nach Bonn zurückzukehren. Das ist das Thema des Klavierkabaretts "Niemals geht man so ganz" am 1. November 2018 von Stephan Eisel Lesen Sie mehr…
11. Okt 2018

EIN BÜRGERZENTRUM FÜR KULTUR

könnte verwirklicht werden, wenn Bonn statt einer finanziell sehr risikoreichen Sanierung des alten Opernhauses den Zukunftentwurf eines Neubaus wagen würde - mit Oper und Konzertsaal, für Schauspiel und Jazz sowie als Forum für viele weitere kulturelle Angebote insbesondere auch für junge Leute. Florenz hat es 2014 vorgemacht. Lesen Sie mehr…
09. Okt 2018

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU AKTUELLEN

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Lesen Sie mehr…
05. Okt 2018

DIE BONNER BÜRGERENTSCHEIDE

zur Zukunft der Bäderlandschaft haben erneut verdeutlich, dass Plebiszite außerordentlich  problematische Entscheidungswege sind. In nur 15 Monaten kamen zwei widersprüchliche Entscheidungen zu zustande. Insgeamt führen Plebiszite nicht zu mehr, sondern zu weniger Demokratie. Lesen Sie mehr…
03. Okt 2018

DIE MAUER IST INZWISCHEN

länger gefallen als sie stand. Heute sehen sich zwar alle als Väter und Mütter der deutschen Einheit darstellen, damals aber im Unterschied zu Helmut Kohl sehr viele der Wiedervereinigung skeptisch bis ablehnend gegenüberstanden. Es lohnt sich, nachzulesen, was 1989/1990 so alles von wem gesagt und geschrieben wurde. Lesen Sie mehr…