Volltextsuche:

DASS ICH KONRAD BEIKIRCHER

24. Januar 2013
am Klavier begleiten durfte, war ein  besonderer Spass. Zur Aufführung kam das über Jahrzehnte verschwundene preisgekrönte Karnevalslied "Bönnsche Jonge" von 1928 sang.
DASS ICH KONRAD BEIKIRCHER

So berichtete der General-Anzeiger (zum Online-Artikel geht es hier):

Beikircher singt lange verschollenes Lied

"Bönnsche Junge": Dieser Marsch geht sofort ins Ohr

Von Marcel Dörsing

Bonn. Es brauchte genau einen Refrain, bis der ganze Saal mitklatschte. Und es war, als wäre die historische Melodie nie verloren gewesen. Der Festausschuss Bonner Karneval präsentierte am Dienstagabend im Stiefel ein beinahe schon in Vergessenheit geratenes Karnevalslied aus dem Jahr 1928. "Bönnsche Jung" lautet der Titel der 85 Jahre alten Marsch-Melodie, die über Jahrzehnte hinweg ungehört blieb.

Der Bonner Kabarettist Konrad Beikircher übernahm die Aufgabe, dem Lied mit seinem Gesang buchstäblich wieder Leben einzuhauchen. Begleitet wurde er am Klavier vom Festausschuss-Vizepräsidenten Stephan Eisel. "Man hat es ja sofort gemerkt, das Lied ist so mitreißend, es könnte allemal heute noch im Karneval gespielt werden", sagte Pianist Eisler, der sich über die positive Resonanz beim Publikum freute.

"Jo ene Bönnsche Junge kennt üverall sich us, git allem räächte Schwung, der hät dä Drih erus! Der hät Kurasch, on hät Fazzung. Et gett nix für ene Bönnsche Jung" Der Refrain bewies bei den Gästen im Stiefel sofort sein Ohrwurmpotenzial. Der eingängige Text stammt aus der Feder von Karl Grosse.

Komponiert wurde die Musik dazu von Josef Nolden, der in den 20er Jahren Konzertmeister im Bonner Beethovenorchesters war. Zusammen reichten sie das Lied 1928 beim vom Festausschuss ausgeschriebenen Wettbewerb "Schlager Bonner Karneval" ein, wo sie den ersten Platz belegten.

Im Stiefel dabei war auch Stephan Pohler, der Ur-Enkel Josef Noldens. "Ich bin auch ein Karnevalsjeck, daher freut es mich besonders, dass das Stück meines Ur-Großvaters wieder aufgetaucht ist", sagte Pohler, der noch immer das von Nolden gegründete Familienunternehmen "Haus der Musik" in Bonn führt.

Der Musiker Rolf Hermes war es, der in seinem Haus in St. Augustin die originale Partitur des Karneval-Wettbewerbs von 1928 ausgegraben hatte. Abgedruckt sind auch die zweit- und drittplatzierten Lieder "Zimrabum, wat kost die Welt" und "Bonn bliv Bonn".

Geht es nach Festausschusspräsidentin Marlies Stockhorst, bleibt die Aufführung keine einmalige Sache. "Auf Anregung von Konrad Beikircher würden wir die Wiederbelebung historischer Karnevalsmelodien gerne weiterführen. Jeder, der noch ein altes Schätzchen zu Hause findet, möge es uns bitte zukommen lassen", bat Stockhorst.

"Bönnsche Jung":

Et han mir Bönnsche Junge,
et Hätz om rächte Fleck.
Mir gevve ongezwunge
ons wie sich dat och scheck;
mir wesse, wat mer sage
on wesse, wat me don;
wer ons well an de Krage,
dem wierd et dreckig gonn.

Refrain:

Jo, ene Bönnsche Jung
kennt üvverall sich us,
git allem räächte Schwung;
der hät dä Drih erus!
Der hät Kurasch, on hät Fazzung.
Et geht nix für ene Bönnsche Jung.

Selvs en de kleenste Puute,
do stich der Schlag at drenn,
ov elegant de Pluute,
ov se ärmselig senn;
denn dat vererv sich wigge
vom Vatte op de Sonn,
bes en de fernste Zigge;
dröm bliev die Aat bestonn.

Von echte Bönnsche Junge,
wierd nur Bönnsch Platt geknallt,
un han se sich gefunge,
dann wierd drop loß verzallt.
Wat kann't och Schönres gevve
wie ene Bönnsche Klaaf;
dröm dreimol huh soll levve
Ons schön Bonn alaaf!

Artikel vom 24.01.2013

RSS

BESTELLUNG MIT KLICK AUF BILD.
Der kurze Überblick zu "Beethoven in Bonn": 128 Seiten (90 Seiten plus engl. Übersetzung), 12,5 x 19 cm, Klappenbroschur, durchgehend farbig bebildert, ISBN: 978-3-96058-342-4, Edition Lempertz, Königswinter 2020 (8,99 €)

BUCHTIPP: 2. Auflage

BUCHTIPP: 2. Auflage

Die Presse zum Buch:
"
unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
Ausführliche Pressestimmen zum Buch finden Sie hier

Frühere Artikel

09. Feb 2020

DIE GRÜNEN LEGEN BONN LAHM

wie die Beispiele Cityring, Viktoriakarree und Beethovenhalle zeigen. Wie widersinnig grüne Politik dabei ist, zeigen beispielsweise die Beschlüsse dem Cityring, durch die der Autoverkehr zum Bahnhof zu langen umweltschädlichen Umwegen durch Wohngebiete gezwungen wird. Lesen Sie mehr…
05. Feb 2020

22 JAHRE WAR BEETHOVEN IN BONN -

länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er  im Geiste der Aufklärung zur musikalischen wie auch charakterlichen und politischen Persönlichkeit, sammelte wichtige und prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich als Komponist. Lesen Sie mehr…
27. Jan 2020

AM 2. 2. FINDET DAS KLAVIERKABARETT

LUDWIG ALAAF von Stephan Eisel um 10:30 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg statt (Rochusstraße 276, 53123 Bonn)22 Jahre hat Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet. Er war dabei nicht der grimmige, vom Schicksal beladene Komponist als der er oft dargestellt wird, sondern hatte eine sehr heitere Seite. Es erwarten Sie überraschende Einsichten zu Ludwig und Fingerübungen zwischen Pop, Jazz und Klassik. Dabei geht sowhl um die von Beethoven in seinen Werken umgesetzte "rheinische Täuschung" als auch den Nachweis, dass er die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder komponiert hat. Das Bonner Prinzenpaar hat sich zu einem Besuch angesagt. Lesen Sie mehr…
19. Jan 2020

DIE BEETHOVENS WAREN IN BONN

über 60 Jahre mit vier Generationen eine feste Größe in der Bonner Stadtgesellschaft. Mit der Familie des größten Sohns der Stadt am Rhein befasste sich die erste Folge einer mehrteiligen Serie von Stephan Eisel zum Bonner Beethoven im General-Anzeiger. Lesen Sie mehr…
19. Jan 2020

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für die letzten Wochen. Lesen Sie mehr…
17. Jan 2020

DEMOKRATIE GEGEN EXTREMISTEN ZU

verteidigen, ist ein Kernbestand christlich-demokratischer Identität. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bedrohung der demokratischen Ordnung von rechter  oder linken Extremisten oder religiösen Fanatikern kommt. Darum geht es im 5. Beitrag der Reihe "Was ist christdemkratisch ?" Lesen Sie mehr…
17. Nov 2019

DER SCHUTZ DES LEBENS

ist Kern christdemokratischer Identität und leitet sich direkt aus dem christlichen Menschenbild ab, dem die Menschenwürde als unverfügbar gilt. Darum geht es im 4. Beitrag der Reihe "Was ist christdemkratisch ?" Lesen Sie mehr…
15. Nov 2019

EIGENVERANTWORTUNG DER BISCHÖFE

fordert eine Initiative katholischer Laien in einem veröffentlicht, der sich gegen eine steuerliche Haftung der Laien in der Missbrauchsfrage wendet. Die 19 Erstunterzeichner werben um Unterstützung für einen entsprechenden Brief an die Deutsche Bischofskonferenz. Lesen Sie mehr…
13. Nov 2019

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für die letzten Wochen. Lesen Sie mehr…
09. Nov 2019

ALS AM 9. NOVEMBER 1989 DIE MAUER FIEL

war ich stv. Leiter des Kanzlerbüros bei Helmut Kohl und habe den Tag an meinem Schreibtisch im Kanzleramt verbracht. Helmut Kohl war zum Staatsbesuch bei der ersten freien regierung in Polen. Wie wir damals im Kanzleramt den historischen Tag erlebten, können Sie in hier nachlesen. Lesen Sie mehr…
28. Okt 2019

DIE LANDTAGSWAHLEN IN THÜRINGEN

waren ein Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik, denn erstmals haben die demokartsichen Parteien der Mitte keine Mehrheit mehr, sondern die links- und rechtsaußen Parteien Linke und AfD bestimmen den Landtag. Mit ihnen zu koalieren verbietet die DNA der CDU. Lesen Sie mehr…
27. Okt 2019

UNSER LUDWIG LÄCHELT

ist Thema meines Klavierkabaretts am 1. November um 16.00 Uhr (ausverkauft) und 18 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf in Bonn Poppelsdorf. Es geht dabei um die unbekannte Seiten von Beethoven aus seiner Bonner Zeit, die mit Fingerübungen am Klavier vorgestellt werden. Lesen Sie mehr…
21. Okt 2019

FÜR DAS SCHEITERN DES FESTSPIELHAUSES

für Beethoven in Bonn trägt der damalige OB Nimptsch (SPD) ein erhebliches Maß an Verantwortung. Dass er dafür jetzt Post und Telekom verantwortlich machen will, stellt die Wahrheit auf den Kopf.  Lesen Sie mehr…
02. Okt 2019

AM 3. OKTOBER FEIERN WIR DEN TAG

der Deutschen Einheit. Wie am 23. August 1990 die freigewählten Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes beschlossen hat, habe ich als Mitarbeiter von Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt miterlebt. Lesen Sie mehr…
02. Okt 2019

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das dritte Quartal 2019. Lesen Sie mehr…