Volltextsuche:

DAS BEETHOVEN-FESTSPIELHAUS ÜBERHOLT

die Beethovenhalle, wenn es um die Solidität der Finanzierung und die Planungsreife geht. Vor 2015 werden nämlich keine Entscheidungen über die Renovierung der alten Mehrzweckhalle fallen können, weil erst dann die Planungsunterlagen fertig gestellt sind. schon heute spricht die Stadtverwaltung von "Schätzkosten" in Höhe von 30 Millionen Euro. Damit wird ausschliesslich die Stadtkasse belastet, während der Bau des Festspielhaus vollständig privat finanziert wird.
DAS BEETHOVEN-FESTSPIELHAUS ÜBERHOLT

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.


Eine aktuelle "Mitteilungsvorlage" der Stadtverwaltung zum Stand der Festspielhausvorbereitungen finden Sie hier.


Festspielhaus überholt Beethovenhalle

Entscheidung über Renovierung frühestens 2015

Oberbürgermeister schreibt an BÜRGER FÜR BEETHOVEN


In einem Brief hat Oberbürgermeister Nimptsch jetzt die BÜRGER FÜR BEETHOVEN darüber informiert, dass „die Entwurfsplanung mit den entsprechenden Kostenberechnungen“ für die Renovierung der Beetho­venhalle erst „bis Ende 2014 vorliegen“ wird. Dies teilte der Vorsitzende des Vereins, Stephan Eisel, heute mit: „Damit wird frühestens 2015 über Umfang und Finanzierung der Renovierung der alten Mehrzweckhal­le entschieden werden können. Im Vergleich dazu sind die Vorbereitungen für das Beethoven-Festspielhaus wesentlich konkreter. Wer für das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 auf der sicheren Seite sein will, fährt mit dem soliden geplanten und durchgerechneten Festspielhaus viel besser als mit einer finanziell unkalkulierba­ren und planerisch noch nicht vorbereiteten Hallenrenovierung.“

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN hatten die Verwaltung um Auskunft darüber gebeten, wie lange das Beethovenfest in der Beethovenhalle stattfinden könne. Der Oberbürgermeister antwortete darauf am 4. Sep­tember: „Der Rat der Stadt Bonn hat in seiner Sitzung am 18. 07. 2013 zunächst lediglich den Beschluss ge­fasst, die Planungsleistungen für eine Generalsanierung der Beethovenhalle in Auftrag zu geben. Die Ent­wurfsplanung mit den entsprechenden Kostenberechnungen wird bis Ende 2014 vorliegen. Auf dieser Basis wird der Rat dann über den Gesamtumfang der durchzuführenden Sanierung entscheiden.“

Eisel erinnert daran, dass auch im Ratsbeschluss ausdrücklich betont werde, dass erst „nach (!!!) Vorlage der Vorplanungen über den Umfang der zu beauftragenden Bauausführungen befunden wird, die zu einem Be­trieb als Multifunktionshalle erforderlich sind.“

Eisel dazu: „Im Klartext heisst das: In Sachen Beethovenhalle geht bis 2015 nichts. Dann gibt es einen neu­en Rat und wir sind mitten im OB-Wahlkampf. Das wird zu weiteren Verzögerungen führen. Ausserdem ist die Finanzierung der Hallenrenovierung völlig unklar.“ Die Verwaltung spreche schon jetzt von „Schätzkos­ten“ in Höhe von ca. 30 Mio Euro: „Man kann sich angesichts der Erfahrungen mit städtischen Bauvorha­ben also ziemlich sicher sein, dass wir bei der Beethovenhalle am Ende über Baukosten von mindestens 40 Mio Euro reden – und zwar ausschließlich zur Lasten der Stadtkasse. Immer weniger Bürgern leuchtet ein, warum man so viele Millionen an Steuergeldern in eine alte Mehrzweckhalle stecken will.“ 

Demgegenüber wird der Bau des Festspielhauses vollständig privat finanziert. Auch der städtische Anteil an den Betriebskosten des Festspielhauses, die überwiegend von Bund und Land finanziert werden, liegt nach Eisels Meinung beim Festspielhaus „sicherlich niedriger“ als für die Beethovenhalle. Es sei außerdem „ziemlich wahrscheinlich, dass der Bauantrag für das Festspielhaus schneller vorliegt als ein Renovierungs­beschluss für die Beethovenhalle.“ Wer die Dynamik privater Bauherrn dann noch mit der Erfahrung städti­scher Baumaßnahmen vergleiche, könne sich leicht ausrechnen, was für das Beethovenjahr die sicherere Perspektive sei: „Die Beethovenhalle entwickelt sich als Endlosgeschichte zur unkalkulierbare Belastung für den städtischen Haushalt, während das durchgerechnete Festspielhaus die konkrete Chance für die Beetho­venstadt ist.“

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN fordern deshalb mit über 1.200 Mitgliedern die klare Priorität für das Beethoven-Festspielhaus: „Lieber ein festgelegter kleiner städtischer Anteil für den Betrieb des im Bau völlig privat fi­nanzierten und vom Bund wesentlich betriebenen Festspielhauses als die nach oben offene Belastung des städtischen Haushalts durch Renovierungs- und Betriebskosten einer dann nur kommunal betriebenen Beethovenhalle.“

RSS

BUCHTIPP: 2. Auflage

BUCHTIPP: 2. Auflage

Die Presse zum Buch:
"
unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
Ausführliche Pressestimmen zum Buch finden Sie hier

EIN KLICK AUF DAS BILD BRINGT ZU WEITEREN INFORMATIONEN

Frühere Artikel

14. Aug 2019

AM 14. August 1949 WÄHLTEN DIE BONNER

Konrad Adenauer zu ihrem ersten MdB. Er blieb bis zu seinem Tod 1967 direkt gewählter Abgeordneter im Wahlkreis Bonn. In meinem Aufsatz "Konrad Adenauer als Bonner Bundestagsabgeordneter" habe ich mich intensiver mit diesem oft vernachlässigten Teil des Wirkens Adenauers befasst. Lesen Sie mehr…
05. Jul 2019

EINE KURSUMKEHR BEI DER BEETHOVENHALLE

ist längst überfällig. Die jüngste Kostenprognose von mehr als 166 Mio Euro für die Sanierung einer maroden Mehrzweckhalle sollte Rat und Verwaltung in Bonn endlich zur Abkehr von ihrer Augen-zu-und-durch-Politik zwingen. Gefragt ist Zukunftsmut statt dem Beharren auf längst Überholtem. Lesen Sie mehr…
04. Jul 2019

DIE NATIONALEN REGIERUNGSCHEFS

in der EU haben Europa einen Bärendienst erwiesen, als sie das Ergebnis der Europawahl bei ihren Personalvorschlägen ignorierten. Wenn Wahlen keine Konsequenzen haben, hat die Demokratie ein Problem. Wenn Wahlen zum Europaparlament folgenlos bleiben, hat Europa ein Problem. Lesen Sie mehr…
01. Jul 2019

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das zweite Quartal 2019.
Lesen Sie mehr…
15. Jun 2019

UNSER LUDWIG In BONN IST THEMA

meines Klavier-Kabaretts am 23. Juni um 16 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf (Poppelsdorfe Allee 108, Bonn). Der Eintritt ist frei. Platzreservierung dringend empfohlen unter webmaster@buerger-fuer-beethoven.de Lesen Sie mehr…
27. Mai 2019

GESTÄRKT WURDE EUROPA BEI DER WAHL

des Europaparlaments am 26. Mai 2019. Zwei Drittel der Bürger stimmten für pro-europäische Parteien, die Gegner Europas bleiben deutlich in der Minderheit. Wer die Wahl bewerten will, darf dabei nicht die nationale Brille aufsetzen, sondern muss das europäische Gesamtbild betrachten. Lesen Sie mehr…
26. Mai 2019

EIN GROSSER ERFOLG FÜR BEETHOVEN

die große Kunstinstallation „Ludwig van Beethoven – Ode an Freude“ auf dem Bonner Münsterplatz statt.  Veranstalter ist die Bürgeraktion UNSER LUDWIG, die die BÜRGER FÜR BEETHOVEN und und city-marketing-bonn tragen. Noch bis zum 1. Juni ist die Installation zu sehen, die großes Aufsehen erregt.
Lesen Sie mehr…
14. Mai 2019

FÜR DAS EURO THEATER CENTRAL

in Bonn setzen sich die BÜRGER FÜR BEETHOVEN mit einem Benefizkonzert ein. Stephan Eisel hat sein Klavierkabarett unter das Motto UNSER LUDWIG MACHT THEATER gestellt. Die Veranstaltung findet am 20. Mai 2019 um 20 Uhr im Contra-Kreis-Theater (Am Hof 3-5, 53113 Bonn) statt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten und Platzreservierung wird empfohlen. Lesen Sie mehr…
03. Mai 2019

117,4 MIO EURO FÜR DIE BEETHOVENHALLE

ist die neue Prognose der Verwaltung für die Sanierung. Sie findet sich versteckt auf Seite 16 der 17seitigen Mitteilung 1911188ST2 vom 2. Mai 2019 an den „Projektbeirat Beethovenhalle“. Das sind vier Millionen mehr als noch Mitte März!!! Ausserdem enthält das Paper zwei grundsätzliche Aussagen, die bei jedem Ratsmitglied Widerspruch auslösen sollten. Lesen Sie mehr…
30. Apr 2019

BEI DER EUROPAWAHL GEHT ES DARUM,

dass wir Europa stärken - durch die Teilnahme an der Wahl und eine pro-europäische Stimmabgabe. Das Brexit-Referendum mit dem folgenden Chaos zeigt, was geschieht, wenn man anderen das Heft des Handelns überlässt. Wir sind gefragt, denn es geht um Europas Tagesordnung der Zukunft. Lesen Sie mehr…
30. Apr 2019

WER BESIEGT TRUMP ?

ist die entscheidende Frage für die Demokraten in den USA. Es gibt dort 22 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur. In einigen Monaten beginnen die Vorwahlen, in einem Jahr steht der Heruasforderer fest. Ein erster Überblick lohnt. Lesen Sie mehr…
16. Apr 2019

12 FRAGEN HAT MIR DIE ZEITUNG

“Die Wirtschaft“ der IHK Bonn-Rhein-Sieg gestellt. Dabei ging es um Beethoven, den Standort Bonn und Persönliches. Die Antworten finden Sie hier. Lesen Sie mehr…
14. Apr 2019

EINE SPEKTAKULÄRE KUNSTINSTALLATION

auf dem Bonner Münsterplatz ist der erste Höhepunkt des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020. Über 700 Beethoven-Statuen des renommierten Konzeptkünstlers Ottmar Hörl werden vor dem Beethoven-Denkmal zur Kunstinstallation „Ludwig van Beethoven - Ode an die Freude“. Veranstalter sind die BÜRGER FÜR BEETHOVEN mit city-marketing-bonn e. V.  und über 700 Paten für die Beethoven-Statuen. Sie können sich noch anschließen. Weitere Informationen finden Sie unter www.unser-ludwig.de Lesen Sie mehr…
19. Mrz 2019

UNFASSBAR IST BEI DER BEETHOVENHALLE

die Unbelehrbarkeit derer, die 2015 die Luxussanierung beschlossen haben. Die Sondersitzung des Rates offenbarte eine weitere Kostensteigerung um 11 Mio Euro (+10 Prozent in einem Monat !) und einen Offenbarungseid der Verwaltung, es sei keine seriöse Prognose zu Kosten und Zeitplan möglich. Lesen Sie mehr…
01. Mrz 2019

DAS BEETHOVENHALLE-DESASTER

beschleunigt sich immer mehr: Jetzt wurde bekannt, dass es sich um eine "mindestens 100-Mio-Euro-Baustelle bis mindestens 2022" handelt. Vor vier Jahren waren noch 30 Mio Euro mit einer Fertigstellung bis 2019 versprochen worden. Jetzt herrscht Chaos, Täuschung,  und Verantwortungsflucht bei der Luxussanierung der maroden Merkzweckhalle. Lesen Sie mehr…