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Die geforderte Zulassung von Heroin

als Medikament ist unter Fachleuten sehr umstritten. Ob das auch in Bonn durchgeführte Heroin-Modellprojekt erfolgreich war, ist ebenfalls umstritten. Um die offenen Fragen zu klären, plädiert die CDU/CSU-Fraktion für ein neues Modellprojekt. Ich unterstütze diesen Antrag..
Die geforderte Zulassung von Heroin

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Weitere Informationen zum Heroin-Modellprojekt finden Sie hier

Heroin darf kein Arzneimittel werden

Der Bonner Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel hat sich gegen die Zulassung von synthetischem Heroin (Diamorphin) als Arzeimittel ausgesprochen und lehnt einen ent­sprechenden Gruppenantrag von SPD-Abgeordneten im Bundestag ab: „Das wäre ein falsches gesellschaftspolitisches Signal, denn unser Ziel muss der Drogenausstieg blei­ben und darf nicht der gesetzlich legitimierte Drogenersatz werden.“

Eisel unterstrich, dass das „Modellprojekt zur heroingestützen Behandlung Opiatabhän­giger“, an dem sich Bonn beteiligt, auch ohne eine gesetzliche Anerkennung von Heroin als Medikament möglich ist: „Es geht bei dem SPD-Antrag vor allem darum, die Kosten für die Heroinsubstitution auf die Krankenversicherungen und damit auf alle Versicherten zu übertragen. Wenn eine Kommune das Heroin-Modellprojekt durchführen will, muss sie auch die entsprechenden Kosten tragen. Die meisten Städte wollen das nicht, zumal für Schwerst-Drogenabhängige auch das sog. das Methadon-Programm zur Verfügung steht, das viele Fachleute für wirksamer halten.“

Eisel will sich im Bundestag dafür einsetzen, die Fortsetzung des Modellprojektes auf der bisherigen Finanzierungsgrundlage zu ermöglichen, bei dem der Bundesanteil zehn Prozent betrage und der Bund Evaluationskosten übernimmt, um die Fortführung der Behandlung weiter unter Studienbedingungen zu verfolgen: „Das gesamte Heroin-Pro­jekt ist sehr umstritten. Bei einer Anhörung des Gesundheitsausschusses am 19. Sep­tember 2007 haben Sachverständige, Ärzte und Krankenver­sicherungen schwerwiegen­de fachliche Bedenken vorgetragen. Ich halte es auch für sehr problematisch, dass die Evaluierung des Projektes von denjenigen vorgenommen wurde, die selbst den Modell­versuch durchgeführt haben und somit auch ein materielles Interesse an seiner Fortset­zung haben. Zur Klärung dieser offenen Fragen wollen wir in der CDU/CSU-Bundestags­fraktion den interessierten Kommunen die Fortsetzung des Versuchs mit einem neuen Studiendesign und einer unabhängigen Projektbegleitung ermöglichen.“

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