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IN EINEM LESERBRIEF HABE ICH MICH

zu den Lehren aus der Kostenexplosion bei der Beethovenhalle geäußert. Da im General-Anzeiger nur eine gekürzte Fassung gekürzt abgedruckt wurde, ist für alle Interessierten hier der volle Wortlaut zu lesen.
IN EINEM LESERBRIEF HABE ICH MICH

 
 
Vollständiger Leserbrief von Stephan Eisel an den General-Anzeiger vom 7. September 2018:
 
„Wie der GA am 7. September berichtet, liegen die Sanierungskosten für die marode Beethovenhalle inzwischen bei 95 Mio Euro. Der verantwortliche Projektleiter Stadtdirektor Fuchs schreibt die bisherige Kostensteigerung fort und meint: „Dann würden wir am Ende bei 150 Millionen landen - was natürlich nicht sein darf“. Der Grünen-Geschäftsführer Schmidt spricht von einer „schrecklichen Wundertüte“. Beide sind entscheidend für den verheerenden Beschluss zur Luxussanierung (und die Verhinderung des privat finanzierten Festspielhauses) verantwortlich. Der damals gerade gewählte OB Sridharan konnte sich mit seinem Vorschlag einer kleinen Sanierung nicht durchsetzen und wurde von der eigenen Partei überstimmt. Schon damals war das Kostenrisiko ein zentraler Diskussionspunkt. Es zeugt schon von erheblicher Chuzpe, jetzt erstaunt zu tun. 
 
In dem Sanierungsbeschluss des Rates vom 10. Dezember 2015 steht wörtlich, daß man „schon vor Abschluss der Entwurfsplanung und Prüfung der Kostenberechnung“ entscheide. Die Entscheidung auf einer sol­chen Grundlage zu treffen, war vom Rat ebenso fahrlässig wie es von der Verwaltung unverantwortlich war, dem Rat auf dieser Grundlage über­haupt eine solche Entscheidung vorzuschlagen. Grüne, FDP und die Mehrheit der CDU haben damals zugestimmt. Wenigstens sollten sie heute zugeben, dass das ein Fehler war - und daraus lernen:

Im Januar 2015 prognostizierte die Verwaltung für die Sanierung der Beethovenhalle noch 30 Mio Euro, am Ende werden die Kosten mehr als dreimal höher liegen.  Für die Sanierung von Oper und Schauspiel prognostiziert die Verwaltung schon heute 100 Mio Euro, man darf also hier von 300 Mio Euro ausgehen.

Ein entsprechender Neubau wäre deutlich günstiger. Zuletzt wurde für 150 Mio Euro 2014 in Flo­renz ein neues Opern­haus als kombiniertes Konzert- und Opernhaus eröffnet. Es hat für Oper und Konzert einen großen Saal (1.800 Plätze) und für Schauspiel und Kammermusik einen kleinen Saal (1000 Plätze) und bietet sogar noch eine Freiluftbühne mit 2000 Plätzen. Bonn sollte einen solchen Zukunftsschritt wagen und so aus dem Beethovenhallen-Desaster lernen.“

In der Ausgabe des General-Anzeiger am 11. September 2018 abgedruckte Fassung

In der Ausgabe des General-Anzeiger am 11. September 2018 abgedruckte Fassung

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AKTUELLES

17. Jun 2015

AUF DIE KNOCHEN BLAMIERT

hat sich die Bonner Kommunalpolitik mit dem Ende des Beethoven-Festspielhauses. Der Hauptsponsor Deutsche Post DHL zog sich mit Hinweis auf den fehlenden Schulterschluss in der Stadt zurück.  Der Bonner Oberbürgermeister, sein Kulturdezernenten und die Kommunalpolitik insgesamt haben zu verantworten, dass eine große Zukunftschance für die Beethovenstadt Bonn vertan wurde.
13. Mai 2015

IN BONN WIRD ÜBER KULTUR-GEBÄUDE

entschieden, ohne deren Verwendungszweck zu klären - z. B. mit millionenschweren Planungsmittel für die Beethovenhalle, ohne zu wissen, wofür die Halle überhaupt gebraucht wird. Statt solcher Geldverschwendung ist ein Gesamtkonzept notwendig, bei dem die Gebäude den Inhalten dienen. Dazu ein Diskussionsanstoß: Konzertsaal im Festspielhaus, Theatersaal in die Beethovenhalle und Godesberger Stadthalle als Mehrzweckzentrum.
16. Apr 2015

DIE BEETHOVENHALLE ALS MILLIONENGRAB

zeichnet sich nach neuen Zahlen der Bonner Stadtverwaltung ab. Für einen Umbau zur konzerttauglichen Multifunktionshalle werden mindestens 69 Mio Euro veranschlagt. Damit müsste die Stadt fast das Fünffache dessen ausgeben, was ihr Beitrag für das Beethoven-Festspielhaus wäre und hätte immer noch keinen Konzertsaal.
25. Jan 2015

DAS FESTSPIELHAUS SPART 20 MIO EURO

für die Bonner Stadtkasse, weil der bisher beabsichtigte teure Umbau der Beethovenhalle mit Nutzungserweiterung dann zur Sanierung für die bisherige Nutzung abgespeckt werden kann. Darüber hinaus gingen Bonn ca. 100 Mio Euro verloren, die Bonner Bürger und Unternehmen sowie der Bund u.a. für das Festspielhaus investieren wollen.
15. Dez 2014

MIT UND FÜR BEETHOVEN

eine Freude machen - das können Sie  im www.beethoven-shop.de.  mit den Lizenzprodukten der Beethoventaler-Genossenschaft, für den Bau des Festspielhauses: Alles ist einfach zu bestellen und wird weltweit verschickt: Heute fördern, morgen freuen !