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IN DER CDU IST EINE GRUNDSATZDEBATTE

15. August 2011
darüber ausgebrochen, an welchen Maßstäben sich die Tagespolitik messen lassen muss. Dabei spielt das "C" eine zentrale Rolle. Darum geht es in meinem Beitrag zu einem Buch, das im Herbst in zum 60. Geburtstag des RCDS erscheint, dessen Bundesvorsitzender ich 1980 war.
IN DER CDU IST EINE GRUNDSATZDEBATTE

 

Den vollständigen Aufsatz "Das "C" als Herausforderung" (10 Seiten) können Sie hier ausdrucken.

 

"Das „C“ als Herausforderung" ist der Titel meines Aufsatzes zu den Chancen und Risiken einer grundwerteorientierten Politik. Der Beitrag erscheint in dem Buch "2030 - Wider die Apologeten" zum 60. Geburtstag des Ring christlich-demokratischer Studenten. Zu den Autoren gehören u. a. Wolfgang Schäuble, Thomas de Maiziere und Heiner Geissler, die alle ihre politische Arbeit im RCDS begonnen haben.

Mein Beitrag untersucht die Frage, welche rolle das "C" heute für die Unionsparteien spielt bzw. spielen sollte. 

Die Debatte um das „C“ als politische Chance und Herausforderung ist zwar älter als die „C“-Parteien, aber seit deren Gründung hat sie in Deutschland einen festen Ort. Das belegen nicht zuletzt die immer wieder kehrenden, ritualisierten Debatten, die Unionsparteien mögen doch auf das „C“ verzichten, weil es ihnen entweder nicht zustünde oder in einer immer mehr säkularisierten Gesellschaft sowieso eher ein Hemmschuh sei.

Tatsächlich aber ist das „C“ im Namen eine Stärke der Union, weil sie so politischer Beliebigkeit das Bekenntnis zu einer grundwerteorientierten Politik gegenüberstellt. Es macht sie von anderen Parteien unterscheidbar und gibt ihr die Chance zu einem Profil, das die Bürger jenseits des notwendigen politischen Tagespragmatismus wahrnehmen. Selbst wenn die Menschen sich mit diesem Profil nicht völlig identifizieren wollen, wissen sie doch, woran sie sind. Auf diesem Wissen basiert das Grundvertrauen der Bürger, auf das Politik in der freiheitlichen Demokratie zwingend angewiesen ist. Das Vertrauen gerade in die „C“-Parteien wächst umso mehr, je deutlicher wird, dass der Mensch im Mittelpunkt ihrer Politik steht und nicht anonyme Strukturen der Bezugspunkt sind.

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