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ZUKUNFT MIT KULTUR.Meine Ideen für Bonn

25. November 2010
nennt sich eine Initiative des Bonner Kunstvereins, mit der Ideen für die kulturellen Entwicklung der Stadt gesammelt werden. Gerne bin ich der Einladung gefolgt und habe fünf Thesen beigesteuert, denn Kultur lebt von Gestaltung und stirbt im Stillstand.
Christine Würmell: Oberflächenaktiv, Installationsansicht Bonner Kunstverein, 2009

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

Fünf Thesen

ZUKUNFT MIT KULTUR.Meine Ideen für Bonn

  1. Die Bonner Kommunalpolitik ist in einem Stillstand der Entscheidungslosigkeit erstarrt. Das betrifft viele Bereiche, davon ist aber die Kulturpolitik besonders betroffen, denn Kultur lebt von Gestaltung und stirbt im Stillstand. Ich wünsche mir, dass die Stimme der Kultur viel hörbarer wird, wenn es um die Zukunft unserer Stadt geht.

  2. Bonn hat ein außerordentlich reichhaltiges kulturelles Leben, das in erheblichem Maß von bürgerschaftlichem Engagement getragen wird. Mit dieser faszinierenden Vielfalt ist die Gefahr verbunden, zu oft nebeneinander zu existieren als miteinander zu agieren. Auch Kulturschaffende und Kulturinstitutionen brauchen Organisation und Vernetzung, wenn sie nicht gegeneinander ausgespielt werden wollen. Ich wünsche mir, dass dieses Defizit in Bonn endlich aufgearbeitet wird.

  3. Leider ist in Bonn häufig zu beobachten, dass Kulturschaffende und Kulturinteressierte viel Energie darauf verwenden, sich gegenseitig misstrauisch zu beobachten: „Freie" vs. „Etablierte", Museen vs. Musik oder Stadtbezirke im kulturellen Konkurrenzkampf - Verwaltung und Rat freuen sich über diese Möglichkeit des „divide et impera". Ich wünsche mir, dass die gute Idee eines Bonner Kulturrates als gemeinsame Stimme gegenüber Verwaltung und Politik neu belebt wird.

  4. Die Bonner Kulturpolitik hat die einmalige Chance der hier beheimateten nationalen Kulturinstitutionen. Darum beneiden uns andere Städte. Umso ärgerlicher ist die Distanz auch mancher in der Kulturszene dazu. So wurde die Bundeskunsthalle wurde vor zwanzig Jahren von nicht wenigen in Bonn abgelehnt, weil man darin eine Konkurrenz zum städtischen Kunstmuseum vermutete. In der Debatte um das Festspielhaus Beethoven haben Oper und Schauspiel leider die alte Inszenierung wieder hervorgeholt. Ich wünsche mir, dass Kulturschaffende und - verantwortliche einander helfen und unterstützen und sich nicht gegenseitig in den Arm fallen.

  5. Das „Festspielhaus Beethoven" ist das Symbolthema für die Entwicklung der Stadt, weil es Kultur ins Zentrum des Stadtprofils rückt, durch die Finanzierung der Unternehmen und von Bund und Land den Glauben an Bonns Zukunft im nationalen und europäischen Wettbewerb manifestiert und die „Weltmarke" Ludwig van Beethoven an Bonn bindet. Umso mehr schadet uns allen weit über Bonn hinaus die Provinzialität von Verwaltung und Rat bei diesem Thema. Ich wünsche mir, dass sich die Bonner Kulturszene gemeinsam gegen diese Kurzsichtigkeit stemmt und Druck macht für diesen wichtigen kulturellen Aufbruch. Davon würde die Kultur in Bonn überall profitieren.

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GEGEN DEN WAHLLEITER

der Bonner Kommunalwahlen im September 2020, Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, habe ich beim NRW-Innenminister Dienstaufsichtsbeschwerde wegen fahrlässiger Verschleppung der Versendung von Briefunterlagen für die OB-Stichwahl eingelegt.

DAS ERGEBNIS DER OB-STICHWAHL

mit dem Verlust des Rathauses an die GRÜNEN ist ebenso wie die Niederlage bei der Ratswahl ein schwerer Schlag für die Bonner CDU. Das Wählervotum ist für die Christdemokraten ein klarer Oppositionsauftrag. Dort gilt es, die Chance zur Erneuerung zu nutzen.

DIE BRIEFWAHLUNTERLAGEN ZUR

OB-Sichwahl in Bonn wurden teilweise zu spät verschickt. Manche Wahlberechtigte erhielten ihre Unterlagen erst ein oder zwei Tage vor dem Wahltag. Der Vorgang muss aufgeklärt werden. Verantwortlich war als Wahlleiter Stadtdirektor Fuchs.

IM PODCAST DES BEETHOVEN-ORCHESTER

sprach der leitende Dramaturg des Orchesters Tilmann Böttcher mit Stephan Eisel, dem Vorsitzenden der Bürger für Beethoven. Es ging um Beethoven und Bonn, das Beethoven-Orchester und Musik überhaupt.

ZUM BEETHOVEN-JUBILÄUM ERSCHIENEN IST

das "kleine" Beethoven-Buch von Stephan Eisel unter dem Titel BEETHOVEN IN BONN. Es fasst zum Preis von 8,99 Euro auf 128 Seiten inklusive einer englischen Übersetzung zusammen, was das "große" Beethoven-Buch "Beethoven - Die 22 Bonner Jahre" auf über 550 detailliert darlegt (erscheint nach Ostern im Verlag Beethoven-Haus zum Preis von 34,80 Euro). Das "kleine" Beethoven-Buch können Sie sofort hier bestellen und haben es in wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten.

LICHT IN NRW - SCHATTEN IN BONN

- so lässt sich das Ergebnis der NRW-Kommunalwahlen vom 13. September 2020 zusammenzufassen. Während die NRW-CDU ihre Position als stärkste Partei im Land festigte, wurde die Bonner CDU erstmals nicht stärkste Ratsfraktion. Sie steht jetzt vor der Frage, ob sie nicht in der Opposition ihr Profil schärfen will statt im Windschatten der GRÜNEN zu verschwinden. 

AM 21. SEPTEMBER 1945 UM 18 UHR

wurde in der Gastwirtschaft Jacobs in der Friedrichstraße die Bonner CDU gegründet. Gründungsvorsitzender war der Bonner Rechtsanwalt Johannes Henry, ein Freund Konrad Adenauers. An der Gründungsversammlung nahm 38 Gründungsmitglieder teil.

DIE GRÜNEN SIND HAUPTVERANTWORTLICH

für das Desaster bei der Luxussanierung der maroden Beethovenhalle, denn sie bestanden auf dem Erhalt der Halle und deren "denkmalgerechter" Sanierung. Die Gesamtkosten sind inzwischen auf über 160 Mio Euro explodiert, die Fertigstellung frühestens für 2024 vorgesehen.

BEI DER BONNER WAHL AM 13. SEPTEMBER

geht es um eine klare Alternative: CDU oder GRÜNE - wer soll die bestimmende Kraft für Bonns Zukunftsgestaltung sein. Die GRÜNEN betrachten die Welt dabei nur monothematisch, die CDU will unterschiedliche Interessen im Sinne des Gemeinwohls zusammenführen.

DAS BONNER BEETHOVEN-DENKMAL

wurde vor 175 Jahren am 12. August 1845 enthüllt. Es wurde bald das überall auf der Welt bekannte Wahrzeichen Bonns. Die Vorgeschichte war freilich kompliziert. Ohne nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement und den Einsatz von Robert Schumann und Franz Liszt wäre das Vorhaben nicht verwirklicht worden.