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UNSERIÖS IST "PRO BEETHOVENHALLE"

12. Oktober 2011
wenn der Verein jetzt erneut und wider besseres Wissen behauptet, der Deutsche Bundestag habe in der Beethovenhalle getagt. So will man der alten Mehrzweckhalle eine historische Bedeutung zusprechen, die sie nicht hatte. Deshalb gehört sie auch nicht zu den 19 Stationen des "Weges der Demokratie" in Bonn.

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

OFFENER BRIEF

An den Vorsitzenden des Vereins "Pro Beethovenhalle" 

Sehr geehrter Herr Rösler,

leider führt der Verein Pro Beethovenhalle zum wiederholten Male die Öffentlichkeit über angebliche historische Ereignisse in der Beethovenhalle in die Irre. So erwecken Sie erneut wider besseres Wissen den Eindruck, der Deutsche Bundestag habe in der Beethovenhalle getagt und die Beethovenhalle gehöre jetzt zu den Stationen des „Weges der Demokratie“.

Schon vor einigen Monaten hatten Sie auf Ihrer Internetseite behauptet, Sitzungen des Deutschen Bundestages hätten in der Beethovenhalle stattgefunden. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass dies nie der Fall war und Sie habe Ihre unrichtige Behauptung daraufhin gelöscht.

Jetzt taucht die Falschmeldung aber erneut auf Ihrer Internetseite und in Ihrer letzten Presseerklärung auf. Es heisst dort: „Nach der Wiedervereinigung wurde der erste gesamtdeutsche Bundestag an diesem Ort von Oberbürgermeister Dr. Hans Daniels und Bundespräsident Richard von Weizsäcker begrüßt.“ Auch durch Wiederholung wird diese unrichtige Behauptung aber nicht richtig.

Ich weise Sie noch einmal darauf hin, dass Sie für Ihre falsche Behauptung in gänzlich unzulässiger Weise ein Konzert in der Beethovenhalle mißbrauchen, zu dem im Januar der Bonner Oberbürgermeister Hans Daniels im Zusammenhang mit der aufgeflammten Bonn-Berlin-Diskussion auch (!) Abgeordnete des neu gewählten Bundestages eingeladen hat. Ich war damals als amtierender Bonner CDU-Kreisvorsitzender an diesem Ereignis beteiligt und erinnere mich gut daran. Unter 1500 Konzertbesuchern in der Beethovenhalle waren ca. 80-100 Abgeordnete sowie Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Dieser hat auch keineswegs mit dem Oberbürgermeister „den ersten gesamtdeutschen Bundestag an diesem Ort“ begrüßt, sondern er wurde bei dieser städtischen Veranstaltung vom (!) Oberbürgermeister begrüßt und hat gar nicht gesprochen. Es ist völlig unseriös, dass Sie diese Konzertveranstaltung so darstellen, als habe der Bundestag in der Beethovenhalle getagt.

Außerdem möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Beethovenhalle keineswegs wie von Ihnen suggeriert in den 2004 vom Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Stadt Bonn einrichteten „Weg der Demokratie“ aufgenommen wurde. Dieser Weg besteht immer noch aus 19 für die Geschichte der Bundesrepublik herausragende Stationen wie dem Museum König, der Villa Hammerschmidt oder dem Kanzleramt. Die Beethovenhalle gehört aus guten Gründen nach wie vor nicht dazu.

Aufgenommen wurde die Beethovenhalle lediglich in eine Liste von 38 – wie es in der Information des Hauses der Geschichte heisst - „weiteren historischen Gebäude mit kleinen Texttafeln“ und zwar gleichrangig mit ehemaligen Landesvertretungen, früheren Botschaften oder dem alten Stadthaus. Aus dieser historisch korrekten Einordnung lässt sich die von Ihnen propagierte „herausragende“Bedeutung der Beethovenhalle für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beim besten Willen nicht ableiten.

Es ist bedauerlich, dass der Verein „Pro Beethovenhalle“ jetzt zum wiederholten Mal glaubt, mit solchen unseriösen Methoden die Öffentlichkeit irreführen zu müssen. Einer sachlichen Debatte wäre es sehr zuträglich, wenn Sie darauf verzichten würden. 

Mit freundlichen Grüßen 

Dr. Stephan Eisel
An der Vogelweide 11
53229 Bonn

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mit dem Verlust des Rathauses an die GRÜNEN ist ebenso wie die Niederlage bei der Ratswahl ein schwerer Schlag für die Bonner CDU. Das Wählervotum ist für die Christdemokraten ein klarer Oppositionsauftrag. Dort gilt es, die Chance zur Erneuerung zu nutzen.

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OB-Sichwahl in Bonn wurden teilweise zu spät verschickt. Manche Wahlberechtigte erhielten ihre Unterlagen erst ein oder zwei Tage vor dem Wahltag. Der Vorgang muss aufgeklärt werden. Verantwortlich war als Wahlleiter Stadtdirektor Fuchs.

IM PODCAST DES BEETHOVEN-ORCHESTER

sprach der leitende Dramaturg des Orchesters Tilmann Böttcher mit Stephan Eisel, dem Vorsitzenden der Bürger für Beethoven. Es ging um Beethoven und Bonn, das Beethoven-Orchester und Musik überhaupt.

ZUM BEETHOVEN-JUBILÄUM ERSCHIENEN IST

das "kleine" Beethoven-Buch von Stephan Eisel unter dem Titel BEETHOVEN IN BONN. Es fasst zum Preis von 8,99 Euro auf 128 Seiten inklusive einer englischen Übersetzung zusammen, was das "große" Beethoven-Buch "Beethoven - Die 22 Bonner Jahre" auf über 550 detailliert darlegt (erscheint nach Ostern im Verlag Beethoven-Haus zum Preis von 34,80 Euro). Das "kleine" Beethoven-Buch können Sie sofort hier bestellen und haben es in wenigen Tagen in Ihrem Briefkasten.

LICHT IN NRW - SCHATTEN IN BONN

- so lässt sich das Ergebnis der NRW-Kommunalwahlen vom 13. September 2020 zusammenzufassen. Während die NRW-CDU ihre Position als stärkste Partei im Land festigte, wurde die Bonner CDU erstmals nicht stärkste Ratsfraktion. Sie steht jetzt vor der Frage, ob sie nicht in der Opposition ihr Profil schärfen will statt im Windschatten der GRÜNEN zu verschwinden. 

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BEETHOVEN UND DIE 22 BONNER JAHRE

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das im Herbst 2020 im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum  zum Vorzugspreis subskribieren.