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DASS BONN ALS BEETHOVENSTADT

16. Februar 2011
eine besondere Verpflichtung hat, hat der langjährige Direktor des BEETHOVENHAUSES in einem eindrucksvollen Vortrag zum 240. Tauftag des großen Komponisten dargelegt. Die politisch Verantwortlichen in der Stadt dürfen das nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Den vollständigen Text des Vortrages finden Sie hier.
DASS BONN  ALS BEETHOVENSTADT

Den vollständigen Text des Vortrages "Bonn als Beethovenstadt: Chance und Verpflichtung" können Sie hier ausdrucken.


Unter anderem sagte Prof. Andreas Eckhardt:

"Welch ein kaum zu ermessendes Glück hat doch diese herrlich gelegene, liebens- und lebenswerte Stadt Bonn! Ist es nicht geradezu eine Gnade der Geschichte, dass eine der größten Persönlichkeiten der Kulturgeschichte - und viele sprechen vom bedeutendsten Komponisten überhaupt- in unserer Stadt geboren wurde und die persönlichkeitsprägende Zeit der Kindheit und Jugend, insgesamt 22 Jahre, hier verbracht hat! Eins ist sicher: Kein Komponist genießt weltweit eine solche vorbehaltlose, uneingeschränkte Anerkennung wie Ludwig van Beethoven. ...

Leider muss man historisch belegbar zu Protokoll geben, dass die Bonner Stadtoberen an entscheidenden Wegmarken des öfteren ein - na sagen wir - „volatiles Verhältnis" zum vielbesprochenen größten Sohn ihrer Stadt gehabt haben. Phasen der Unentschlossenheit, gar Ignoranz, wechselten mit solchen der verständnisvollen und aktiven Unterstützung ab.

So wäre ohne ein Bürgerkomitee unter Leitung des Künstlers und Mäzens Franz Liszt das weltweit erste Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz 1845 nicht zustande gekommen. 1889 wäre der Abriss des Geburtshauses von der Stadtspitze billigend in Kauf genommen worden, wenn sich nicht 12 Bonner Bürger zum privat finanzierten Kauf des Hauses in der Bonngasse entschlossen hätten.

Das versunkene Beethovenfest musste ab 1995 durch die Bürgerinitiative „Bürger für Beethoven" mit drei eigenen Veranstaltungen reanimiert werden, ehe die Stadt dankenswerterweise und nun sehr erfolgreich die bedeutende Traditionslinie wieder aufgenommen hat. ..

Beethoven ist für die Stadt ein einzigartiges Erbe, das große Chancen eröffnet, aber auch Pflichten einfordert. Lippenbekenntnisse und feierliche Sonntagsreden genügen jetzt nicht mehr angesichts des 250. Geburtstages Beethovens im Jahr 2020 und der damit verbundenen überragenden Chance für Bonn, auf der musikalischen Weltkarte in den strahlenden Mittelpunkt zu rücken. Die klassische Diskrepanz in der Politik zwischen Bekenntnissen und Taten, zwischen Gestus und Fundus, muss jetzt aufgehoben werden.

Dass sich meine Bemerkungen hauptsächlich auf die Realisierung einer neuen Konzerthalle beziehen, liegt auf der Hand. Die Vermittlung des kompositorischen Oeuvres, seiner geistigen Ansprüche und seiner gesellschaftlichen Wirkungen muss in einem professionellen , den heutigen Maßstäben entsprechenden Rahmen stattfinden können.
Dies ist - und das ist ganz nüchtern festzustellen - bei den in der bestehenden Beethovenhalle akustischen, architektonisch-ästheti
schen und technisch-logistischen Gegebenheiten absolut nicht der Fall. Und an dieser für den professionellen Konzertbetrieb dysfunktionalen Anlage wird auch die nunmehr vorgesehene Investition von 8,7 Mill. Euro in 10 Jahren nichts ändern, da sie lediglich notwendige Reparaturen und Brandschutzmaßnahmen abdecken werden.

Es muss also die Frage beantwortet werden, ob - ökonomisch ausgedrückt - die Marke „Beethovenstadt Bonn" international durchgesetzt werden soll, oder ob man es selbstgenügsam beim bisherigen beschränkten Wirkungsradius belassen will. Wenn die Frage mit Ja beantwortet wird, können wir uns halbherzige, kleinmütige oder auch nur träge Entscheidungsprozesse nicht mehr leisten.
Sollten wir uns aber von der Vision 2020 und der damit verbundenen neuen Konzerthalle verabschieden, werden auch das bisherige Profil und Niveau von Bonn als Beethovenstadt in unverantwortlicher und leichtfertiger Weise aufs Spiel gesetzt, und aus der Erfahrung weiß man, dass einem Sympathieverlust meistens ein nachhaltiger Bedeutungsschwund folgt."

"Beethovenstadt Bonn: Chance und Verpflichtung"

Vortrag von Prof. Andreas Eckhardt zum 240. Tauftag von Ludwig van Beethoven am 17. Dezember 2010 bei den BÜRGERN FÜR BEETHOVEN

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DIE GRÜNEN LEGEN BONN LAHM

wie die Beispiele Cityring, Viktoriakarree und Beethovenhalle zeigen. Wie widersinnig grüne Politik dabei ist, zeigen beispielsweise die Beschlüsse dem Cityring, durch die der Autoverkehr zum Bahnhof zu langen umweltschädlichen Umwegen durch Wohngebiete gezwungen wird.

22 JAHRE WAR BEETHOVEN IN BONN -

länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er  im Geiste der Aufklärung zur musikalischen wie auch charakterlichen und politischen Persönlichkeit, sammelte wichtige und prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich als Komponist.

AM 2. 2. FINDET DAS KLAVIERKABARETT

LUDWIG ALAAF von Stephan Eisel um 10:30 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg statt (Rochusstraße 276, 53123 Bonn)22 Jahre hat Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet. Er war dabei nicht der grimmige, vom Schicksal beladene Komponist als der er oft dargestellt wird, sondern hatte eine sehr heitere Seite. Es erwarten Sie überraschende Einsichten zu Ludwig und Fingerübungen zwischen Pop, Jazz und Klassik. Dabei geht sowhl um die von Beethoven in seinen Werken umgesetzte "rheinische Täuschung" als auch den Nachweis, dass er die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder komponiert hat. Das Bonner Prinzenpaar hat sich zu einem Besuch angesagt.

DIE BEETHOVENS WAREN IN BONN

über 60 Jahre mit vier Generationen eine feste Größe in der Bonner Stadtgesellschaft. Mit der Familie des größten Sohns der Stadt am Rhein befasste sich die erste Folge einer mehrteiligen Serie von Stephan Eisel zum Bonner Beethoven im General-Anzeiger.

BEETHOVEN UND DIE 22 BONNER JAHRE

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das im Januar 2020 im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum 31. Dezember 2019 zum Vorzugspreis subskribieren.

UNSER LUDWIG LÄCHELT

ist Thema meines Klavierkabaretts am 1. November um 16.00 Uhr (ausverkauft) und 18 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf in Bonn Poppelsdorf. Es geht dabei um die unbekannte Seiten von Beethoven aus seiner Bonner Zeit, die mit Fingerübungen am Klavier vorgestellt werden.

FÜR DAS SCHEITERN DES FESTSPIELHAUSES

für Beethoven in Bonn trägt der damalige OB Nimptsch (SPD) ein erhebliches Maß an Verantwortung. Dass er dafür jetzt Post und Telekom verantwortlich machen will, stellt die Wahrheit auf den Kopf. 

AM 3. OKTOBER FEIERN WIR DEN TAG

der Deutschen Einheit. Wie am 23. August 1990 die freigewählten Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes beschlossen hat, habe ich als Mitarbeiter von Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt miterlebt.

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das dritte Quartal 2019.

KUNST UND PUBLIKUM

brauchen einander und sind zugleich in einem Spannungsverhältnis verbunden. Aber Musik, die keiner hört, ein Buch, das niemand liest, oder ein Bild, das keiner sieht, laufen ins Leere. Nur im Respekt voreinander kommen Kunst und Publikum voran.