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DAS LOCH IM DACH DER BEETHOVENHALLE

24. November 2010
ist ein Symbol dafür, dass sich die alte Mehrzweckhalle überlebt hat. Auch die WELT AM SONNTAG hat jetzt dafür plädiert, den "Abriss zu wagen", um einem neuen Festspielhaus Beethoven Platz zu machen. Private Investoren, Bund, Land, Sparkasse und Rhein-Sieg-Kreis wollen dafür ca. 140 Mio € investieren.

"Mehr Abriss wagen" ist der Titel eines lesenswertes Aufsatzes von Alan Posener in der Welt am Sonntag. Er kritisiert die Proteste gegen Neubauten, die die Nachkriegsarchitektur unter Naturschutz stellen wollen. Es sei ironisch, dass von der "inzwischen vorherrschenden antiquarischen Stimmung" ausgerechnet Bauten der Nachkriegsmoderne profitiere, "die unbarmherzig mit ihren Vorgängern aufräumte". Posener geht dabei auch ausführlich auf die Beethovenhalle-Debatte ein.

Die gesamten Artikel können Sie hier ausdrucken.

Mehr Informationen zum Fesspielhaus Beethoven finden Sie hier.

Zur Bonner Debatte schreibt die WELT AM SONNTAG:

"In Bonn wollten Telekom, Post und Postbank ein neues Festspielhaus sponsern und dafür die Beethovenhalle von Siegfried Wolske (1959) abreißen lassen. Nach Bürgerprotesten ist das Projekt ausgesetzt worden. Glaubt man den Abrissgegnern, handelt es sich bei Wolskes Beethovenhalle um ein Jahrhundertbauwerk. Doch der damals erst 29 Jahre alte Schüler des großen Hans Scharoun hat mitnichten etwas geschaffen, das etwa mit Scharouns Berliner Philharmonie zu vergleichen wäre.

Dramatisch am Rheinufer positioniert, zeigt der Bau dem Fluss die kalte Schulter und versteckt sich hinter einer Grasböschung. Der Stadt streckt die Beethovenhalle einen langen, gläsernen Finger entgegen, in dem die Garderoben untergebraucht sind. Das Foyer ist hübsch, wird jedoch verhunzt durch mobile Champagner- und Würstchenbars. Der Konzertsaal aber mit seinem flachen Fußboden und dem zu hohen Podest sieht aus wie eine beliebige Mehrzweckhalle. Die miserable Akustik wird seit Jahren von Musikern kritisiert. Hier finden Abiturbälle, Computermessen und Pathologenkongresse statt. Damit - und nicht etwa mit Beethoven und Co. - macht die Halle ihr Geld. In dem geplanten, ausschließlich auf Konzert und Theater ausgerichteten Neubau wären solche Veranstaltungen vermutlich nicht möglich; aber die prämierten Entwürfe "Der Diamant" von Zaha Hadid und "Die Wellen" von Hermann & Valentiny sind so wunderschön, dass es einem Kulturfrevel gleichkäme, nicht einen davon zu realisieren - und zwar dort, wo jetzt der Wolske-Bau steht, denn für beide ist die Öffnung zum Rhein hin für die Wirkung entscheidend. Klar ist das "Event-Architektur" - und zwar vom Feinsten. Architektur, die kein Ereignis sein will, kann man für Büros und Banken verwenden."

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DIE GRÜNEN LEGEN BONN LAHM

wie die Beispiele Cityring, Viktoriakarree und Beethovenhalle zeigen. Wie widersinnig grüne Politik dabei ist, zeigen beispielsweise die Beschlüsse dem Cityring, durch die der Autoverkehr zum Bahnhof zu langen umweltschädlichen Umwegen durch Wohngebiete gezwungen wird.

22 JAHRE WAR BEETHOVEN IN BONN -

länger als Mozart in Salzburg. Hier reifte er  im Geiste der Aufklärung zur musikalischen wie auch charakterlichen und politischen Persönlichkeit, sammelte wichtige und prägende Erfahrungen als Organist und Orchestermusiker, entwickelte sich zum außergewöhnlichen Pianisten und profilierte sich als Komponist.

AM 2. 2. FINDET DAS KLAVIERKABARETT

LUDWIG ALAAF von Stephan Eisel um 10:30 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg statt (Rochusstraße 276, 53123 Bonn)22 Jahre hat Beethoven in Bonn gelebt und gearbeitet. Er war dabei nicht der grimmige, vom Schicksal beladene Komponist als der er oft dargestellt wird, sondern hatte eine sehr heitere Seite. Es erwarten Sie überraschende Einsichten zu Ludwig und Fingerübungen zwischen Pop, Jazz und Klassik. Dabei geht sowhl um die von Beethoven in seinen Werken umgesetzte "rheinische Täuschung" als auch den Nachweis, dass er die wichtigsten rheinischen Karnevalslieder komponiert hat. Das Bonner Prinzenpaar hat sich zu einem Besuch angesagt.

DIE BEETHOVENS WAREN IN BONN

über 60 Jahre mit vier Generationen eine feste Größe in der Bonner Stadtgesellschaft. Mit der Familie des größten Sohns der Stadt am Rhein befasste sich die erste Folge einer mehrteiligen Serie von Stephan Eisel zum Bonner Beethoven im General-Anzeiger.

BEETHOVEN UND DIE 22 BONNER JAHRE

ist der Titel eines Buches von Stephan Eisel, das im Januar 2020 im Verlag Beethoven-Haus erscheint. Auf 500 reich bebilderten Seiten geht es um das, was Beethoven in persönlich und musikalisch geprägt hat, bevor er das Rheinland verlassen hat. Geschildert werden die Bonner Wurzeln der Ode "An die Freude" ebenso wie Bonn mit seinem größten Sohn umgegangen ist. Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis, weitere Informationen und können das Buch bis zum 31. Dezember 2019 zum Vorzugspreis subskribieren.

UNSER LUDWIG LÄCHELT

ist Thema meines Klavierkabaretts am 1. November um 16.00 Uhr (ausverkauft) und 18 Uhr in der Stiftung Pfenningsdorf in Bonn Poppelsdorf. Es geht dabei um die unbekannte Seiten von Beethoven aus seiner Bonner Zeit, die mit Fingerübungen am Klavier vorgestellt werden.

FÜR DAS SCHEITERN DES FESTSPIELHAUSES

für Beethoven in Bonn trägt der damalige OB Nimptsch (SPD) ein erhebliches Maß an Verantwortung. Dass er dafür jetzt Post und Telekom verantwortlich machen will, stellt die Wahrheit auf den Kopf. 

AM 3. OKTOBER FEIERN WIR DEN TAG

der Deutschen Einheit. Wie am 23. August 1990 die freigewählten Volkskammer der DDR den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes beschlossen hat, habe ich als Mitarbeiter von Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt miterlebt.

MEINE GEDANKENANSTÖSSE ZU

politischen Debatten sollen zum Innehalten anregen, wo ein medialer Hype oft zu Kurzschlüssen verführt. Demokratie braucht ebenso Zeit zum Austausch der Argumente wie Klarheit der Positionen. Hier finden Sie die Stolpersteine für das dritte Quartal 2019.

KUNST UND PUBLIKUM

brauchen einander und sind zugleich in einem Spannungsverhältnis verbunden. Aber Musik, die keiner hört, ein Buch, das niemand liest, oder ein Bild, das keiner sieht, laufen ins Leere. Nur im Respekt voreinander kommen Kunst und Publikum voran.