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FÜNF ANMERKUNGEN ZUR CORONA-LAGE,

die einige Absurditäten aufzeigen: In Bonn wird zwischen den Jahren an fünf Werktagen nur ein Kinder-impftag angeboten, der Vize-FDP-Chef Kubocki faselt etwas davon, Impflictbefürworter wollten sich an Ungeimpften "rächen" und es wird über die Spaltung der Gesellschaft diskutiert, wo sich einem Tag über 1.100.000 Bürger impfen lassen und nur 20.000 dagegen demonstrieren.

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

I.

Der stv. Vorsitzende FDP Wolfgang Kubicki sagte der ZEIT am 18.12.2021: "Vielen Impfpflichtbefürwortern scheint es um Rache und Vergeltung zu gehen.“ Auf die Nachfrage, wem die angebliche Rache gelte, antwortete er: „An den Ungeimpften, weil man glaubt, in ihnen die Verantwortlichen für unsere derzeitige Misere ausgemacht zu haben, was natürlich völliger Unsinn ist.“ Ich halte diese Äußerungen von Herrn Kubicki für völlig inakzeptabel. Leider gefährden Ungeimpfte durch ihr Verhalten ihre Mitmenschen und darauf hinzuweisen, hat nichts mit "Rache und Vergeltung" zu tun, sondern benennt nur die Realität. Der FDP-Vorsitzende Lindner sollte sich schleunigst von den unsäglichen Äußerungen seines Stellvertreters distanzieren. Als Vizepräsident des Deutschen Bundestages disqualifiziert sich Herr Kubicki mit solchen Äußerungen immer mehr.

II.

Am 9. und 11. Dezember 2021 berichtete der General-Anzeiger, dass die Stadt Bonn ihr Impfangebot zwischen Weihnachten und Neujahr „drastisch einschränkt“.  Die Gesundheitsdezernentin rechnet zwar mit einem „erheblichen Ansturm“ bei Kinderimpfungen, aber zugleich bietet die Stadt dafür zwischen den Jahren an fünf Werktagen in nur einem Stadtteil nur einen für diese Gruppe an. Rechtfertigend heißt es in einer Mitteilung der Stadt, es sei „die Personalstärke ähnlich wie im vergangenen Jahr“  sichergestellt. Ist an der Stadtspitze wirklich niemanden aufgefallen, dass vor einem Jahr noch garnicht geimpft werden konnte ? 

Es ist auch ein Ausweis besonderer bürokratischer Kreativität, zuerst das Angebot zu reduzieren und dann festzustellen, dass es für das reduzierte Angebot ja genügend Personal gebe. Richtigerweise die Menschen zum Impfen aufzurufen und gleichzeitig das Impfangebot zu reduzieren - für dieses Verhalten der Stadtspitze habe ich kein Verständnis.

Das gilt übrigens auch für das Verhalten der Verwaltung im Fall der 81-jährigen Seniorin, die zu Haus geimpft werden musste und verzweifelt darauf wartete. Darüber schrieb der GA am 3. Dezember: „Der General-Anzeiger konnte zwar zunächst eine Impfärztin vermitteln, die im Auftrag der Stadt tätig ist und die zur Impfung bereit war. Allerdings intervenierte am Donnerstag das Gesundheitsamt und unterband die Aktion mit dem Verweis, die Hausärzte seien in der Pflicht.“ Wenn das stimmt, ist es schlichtweg skandalös.

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