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WIR TRAUERN UM HELMUT KOHL, DEM ICH

17. Juni 2017
auch persönlich sehr viel zu verdanken habe. Über sich selbst sagte er einmal: "Ich gehöre nicht zu denen, die morgens den Finger nass machen, um zu sehen woher der Wind weht, und sich dann möglichst windschnittig aufstellen.“ Bei ihm wusste man, woran man war - nicht nur bei seinem Credo: "Deutsche Einheit und europäische Einigung sind zwei Seiten der gleichen Medaille." 

Helmut Kohl habe ich auch persönlich viel zu verdanken. Immer wieder kreuzten sich in den letzten 40 Jahren unsere Wege: Anfang der 70er Jahre bei der Junge Union Rheinland-Pfalz, dann beim RCDS Marburg e.V. und als Bundesvorsitzender des RCDS [Ring Christlich-Demokratischer Studenten] 1979/80 in Bonn. Von 1983 bis 1992 war ich Redenschreiber und stv. Leiter seines Kanzlerbüros für Helmut Kohl. Von 1992 - 1998 hatte ich als Vorsitzender der CDU Bonn vor allem wegen der Bonn-Berlin-Debatte viel mit ihm zu tun. 2002, 2005 und 2009 unterstützte mich Helmut Kohl bei meinen Bonner Bundestagswahlkämpfen und als MdB hatte ich bis 2009 mein Büro in unmittelbarer Nähe des Alt-Kanzlers. Auch in meine beruflichen Tätigkeit für die Konrad-Adenauer-Stiftung deren Vorstand Kohl viele Jahre angehörte, führten mich immer wieder mit ihm zusammen.
Verlässlich und bürgernah, neugierig und streitbar, ohne Allüren und humorvoll – was Helmut Kohl als Menschen auszeichnete war auch Grundlage für seine politischen Erfolge. Da mochte es noch so viel Kritik in Einzelfragen geben, für die meisten Menschen war doch beruhigend, dass – wie es einer seiner Kritiker einmal formulierte – das rote Telefon auf seinem Nachttisch stand. Bei Kohl wusste man, woran man war. So werde ich ihn in der Erinnerung behalten.

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BUCHTIPP: 2. Auflage

BUCHTIPP: 2. Auflage

Die Presse zum Buch:
"
unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
Ausführliche Pressestimmen zum Buch finden Sie hier

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