Volltextsuche:

EIN MODERNER BEETHOVEN-RUNDGANG

05. Juli 2016
EIN MODERNER BEETHOVEN-RUNDGANG

Die vollständige Broschüre "Beethoven-Rundgang für Bonn und die Region" können Sie hier ausdrucken.

 

Den folgenden Text können Sie hier ausdrucken.

 

Beethoven-Rundgang als Rückgrat der Beethovenstadt zwingend

Einbeziehung der Region wäre wünschenswert 

Einen modernen und angemessenen Beethoven-Rundgang fordern die BÜRGER FÜR BEETHOVEN. Dazu haben sie ein Konzept mit Beispielen für eine angemessene Präsentation der authentischen Orte des Lebens und Wirkens von Ludwig van Beethoven in Bonn und der Region vorgestellt. Der Vorsitzende des Vereins, dem fast 1.500 Mitglieder angehören, Stephan Eisel sagte dazu: „Es kann nicht bei den kleinen Informationstafeln bleiben, die keinem Besucher auffallen. Ein Rundgang, den man in der Beethovenstadt suchen muss, ist der Bedeutung Beethovens nicht angemessen und verspielt die Chance, aller Welt deutlich zu machen, dass Beethoven nicht nur in Bonn geboren ist, sondern hier 22 Jahre gelebt und gearbeitet hat – länger als Mozart in Salzburg.“ Dass dies schon in Bonn und der Region kaum und außerhalb praktisch nicht bekannt ist, habe viel damit zu tun, dass für Besucher die Bonner Beethoven-Orte kaum zu finden und nicht erlebbar sind. 

In einer Broschüre nennen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN als gelungenes Rundgang-Beispiel den 2014 zum 1.200 Todestag mit erheblicher Unterstützung des Bundes in Aachen eingerichteten Rundgang zu Karl dem Großen. Anziehungspunkte an den historischen Orten sind dort sog. „Chronoskope“. Das sind multimediale Informationselemente, die als ca. 2,50 hohe Stelen im Außenraum mit Bilder und animierte Darstellungen die Geschichte lebendig machen. Annette Schwolen-Flümann, stv. Vorsitzende der BÜRGER FÜR BEETHOVEN, sagte dazu: „Bei Beethoven müssten natürlich Klangbeispiele integriert werden und man könnte den Verlauf eines Beethoven-Rundgangs mit in den Boden eingelassenen Notenlinien kennzeichnen.“ Außerdem müssten dringend Orte aufgenommen werden, die bisher aus dem Blick geraten seien wie z. B. der Remigiusplatz, wo früher Beethovens Taufkirche stand. Auch die Einbeziehung der Beethoven-Orte in der Region sei wünschenswert. 

Die BÜRGER FÜR BEETHOVEN sehen vor allem fünf Bonner Alleinstellungsmerkmale, die maßgebend für die Gestaltung eines Beethoven-Rundgangs sein sollten: 1. Beethovens Familie, die ihn entscheidend prägte, 2. Beethovens Erziehung und Bildung zur Persönlichkeit, 3. Beethovens Ausbildung zum Musiker. 4. Beethovens Bonner Reife als Komponist und 5. Beethovens lebenslanger Bonner Freundeskreis auch in Wiener Zeiten. 

Stephan Eisel sieht bei der Finanzierung des Vorhabens auch den Bund und Land Nordrhein-Westfalen in der Pflicht: „Es geht bei der Pflege des Andenkens an Beethoven immer auch um eine nationale Aufgabe, denn er ist einer wichtigsten Botschafter der Kulturnation Deutschland.“ In Aachen habe der Bund zwei Drittel der Kosten für den Rundgang „Karl der Große“ finanziert: „Beethoven spielt mindestens in dieser Liga.“ Auch das Land NRW müsse seiner Verantwortung nachkommen. Insgesamt rechnet der Verein mit 1 bis 1,5 Mio Euro an Kosten für einen angemessenen Beethoven-Rundgang: „Ohne eine moderne Präsentation der Beethoven-Orte bleibt die Beetho­venstadt Bonn ein Torso und es wird auch nicht ausreichend deutlich, dass Bonn nicht nur die Geburtsstadt des Komponis­ten war, sondern auch mehr als zwei Jahr­zehnte die für ihn lebenslang prägende Heimat.“ Das Feuerwerk eines Jubiläumsjahres sei schnell verglüht, wenn daraus nicht nachhaltige Strukturen entlang der Leitfrage entstehen: Was kann man zu Beethoven nur in Bonn und in der Region er­leben? 

Um spätestens bis zum Jubiläumsjahr 2020 einen angemessenen Beethoven-Rundgang zu etablieren, schlagen die BÜRGER FÜR BEETHOVEN die Aufnahme des Vorhabens „Beethoven-Rundgang“ in das Konzept vor, das die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien bis Sommer 2016 dem Haushaltsaus­schuss des Deutschen Bundestages vorlegen soll. Außerdem sollte eine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung z. B. des Beethoven-Hauses eine inhaltliche Konzeption erarbeiten und ein Ideenwettbewerb zur modernen Gestaltung und Präsentation sollte initiiert werden. 

Wegen der erforderlichen Fokus­sierung auf touristischen Aspekte und der Einbeziehung der Region könnte dabei die Tou­rismus & Congress GmbH Region Bonn / Rhein-Sieg / Ahrweiler (T&C) eine koordinierende Rolle übernehmen. Die zwischen Bund, Land, Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis in Gründung befindliche „Beethoven Jubiläums GmbH“ wird in ihrer Aufga­benstellung nach dem Entwurf des Gesellschaftsvertrages zwar beschränkt sein auf „die Koordinierung, finanzielle Organisation und Kommunikation der feiern und Veranstaltungen zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven“, sollte aber auch bei einem über 2020 hinausreichenden nachhaltigen Projekt wie dem Beethoven-Rundgang einbezogen sein.

RSS

BUCHTIPP: 2. Auflage

BUCHTIPP: 2. Auflage

Die Presse zum Buch:
"
unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
Ausführliche Pressestimmen zum Buch finden Sie hier

Frühere Artikel

10. Sep 2016

BRAUCHEN WIR EINE ANDERE DEMOKRATIE

war das Thema des WDR-Funkhausgespräches am 8. September 2016, zu dem ich als Diskussionpartner eingeladen war. Während meine Mitdiskutanten in Zweifel zogen, dass unsere Demokratie funktioniert, habe ich für die Zukunftsfähigkeit der Demokratie des Grundgesetzes gestritten. Lesen Sie mehr…
05. Sep 2016

DER AfD-WAHLERFOLG AM 4. SEPTEMBER

2016 in Mecklenburg-Vorpommern darf nicht dazu führen solchen Protestparteien inhaltlich nachzulaufen, sondern müssen demokratischer Parteien zur Intensivierung des Bürgerdialogs ermutigen. Die Glaubwürdigkeit eigener politischer Überzeugungen lebt von der Bereitschaft,  dafür um Unterstützung zu werben und nicht den Eindruck zu erwecken, es werde etwas verordnet. Davor müssen sich insbesondere Regierungsparteien hüten. Wo sich Macht nicht mit Demut paart, kommt der Hochmut vor dem Fall. Lesen Sie mehr…
27. Aug 2016

EINE KURSKORREKTUR DER BONNER CDU

beim Thema Beethovenhalle ist dringend erforderlich.  Es zeichnet sich ab, dass die Halle ist trotz enormer Kosten nicht zum Beginn des Beethoven-Jubiläums (Sep. 2019) fertiggestellt sein wird. Das ist die Quintessenz der Sitzung des "Projektbeirates Beethovenhalle" in dieser Woche. Lesen Sie mehr…
19. Aug 2016

EIN GENERELLES BURKA-VERBOT WIRD

dem Spannungsverhältnis zwischen Religionsfreiheit und Integrationsnotwendigkeit nicht gerecht. Wirksamer ist ein differenziertes Vorgehen gegen die Ganzkörperverschleierung. Das entspricht auch den Vorgaben des Grundgesetzes. Lesen Sie mehr…
16. Aug 2016

WOFÜR DIE CDU STEHT,

ist vor jeder Wahl eine berechtigte Frage. Dabei geht weniger um tagesaktelle Programme, sondern um die politischen Grundsätze der Partei: Wie politikfähig ist das "C" eigentlich ? Lesen Sie mehr…
09. Aug 2016

BEI DER MITGLIEDERZAHL DER EU SOLLTE

Qualität vor Quantität gehen: der politsche Konsens unter den Mitgliedern ist wichtiger als ihre Zahl. Der Ausstieg der Briten und die Probleme bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei geben der EU die Chance, ihre Strategie zur Mitgliedschaft vom Kopf auf die Füße zu stellen. Lesen Sie mehr…
30. Jul 2016

AM 14. August 1949 WÄHLTEN DIE BONNER

Konrad Adenauer zu ihrem ersten MdB. Er blieb bis zu seinem Tod 1967 direkt gewählter Abgeordneter im Wahlkreis Bonn. In meinem Aufsatz "Konrad Adenauer als Bonner Bundestagsabgeordneter" habe ich mich intensiver mit diesem oft vernachlässigten Teil des Wirkens Adenauers befasst. Lesen Sie mehr…
17. Jul 2016

FÜR BEETHOVEN 2020, WENN RUND UM DEN

Erdball der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens gefeiert wird, hat Kulturstaats-ministerin Monika Grütters das Logo vorgestellt. Lesen Sie mehr…
09. Jul 2016

ALS PLEBISZITFALLE

kann man das britische Referendum zum EU-Austritt bezeichnen. Es zeigt wie im Brennglass sieben Gründe für die Überlegenheit der repräsentativen Demokratie auf. Lesen Sie mehr…
05. Jul 2016

DAS BONN-BERLIN-GESETZ DARF NICHT

zur Disposition gestellt werden. Dazu wurde jetzt ein gemeinsames parteiübergreifendes Papier vorgelegt. Von dem windigen Vorschlag, stattdessen einen Vertrag anzustreben, ist glücklicherweise keine Rede mehr. Stattdessen wird überzeugend dargelegt, dass im Interesse Deutschlands insgesamt ist, Bonn als politisches Kompetenzzentrum mit dem Sitz von Ministerien zu erhalten. Lesen Sie mehr…
05. Jul 2016

EIN MODERNER BEETHOVEN-RUNDGANG

ist längst überfällig, wenn sich Bonn als Beethovenstadt profilieren will. Dazu haben die BÜRGER FÜR BEETHOVEN ein Konzept vorgestellt. Der Vorsitzende Stephan Eisel sagte dazu: „Es kann nicht bei den kleinen Informationstafeln bleiben, die keinem Besucher auffallen. Ein Rundgang, den man suchen muss, ist der Bedeutung Beethovens nicht angemessen und verspielt die Chance, aller Welt deutlich zu machen, dass Beethoven nicht nur in Bonn geboren ist, sondern hier 22 Jahre gelebt und gearbeitet hat – länger als Mozart in Salzburg.“  Lesen Sie mehr…
01. Jul 2016

VOR 26 JAHREN HAT DIE DDR-VOLKSKAMMER

den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland beschlossen. Ich habe dann als stv. Leiter des Kanzlerbüros unmittelbar erlebt, auf welche abenteuerliche Weise dieser Beitrittsbeschluss den Weg nach Bonn fand. Die Geschichte illustriert lebendig die damalige Situation. Lesen Sie mehr…
27. Jun 2016

NACH DEM BREXIT-PLEBISZIT LOHNT

ein Blick auf die Erfahrungen Europas mit solchen Volksabstimmungen. In 22 der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union fanden bisher 39 Plebiszite zu europäischen Themen statt. Davon sind zehn gescheitert und 29 waren erfolgreich. Lesen Sie mehr…
06. Jun 2016

HAUPTSTADT AM RANDE IST BERLIN

auch 25 Jahre nach dem Bonn-Berlin-Beschluss geblieben. Der Metropole fehlen die Nachbarn und das führt zu Berlins latenter Unfähigkeit, sich selbst nicht im Mittelpunkt zu sehen. Der Hauptstadt fehlt die Gabe, sich selbst zu relativieren. Lesen Sie mehr…
06. Jun 2016

WÄHLEN WOLLEN MINDERJÄHRIGE

mehrheitlich nicht. Das zeigen alle vorliegenden Studien und belegt erneut die Kommunalwahl in Thüringen am 5. Juni 2016: Obwohl dort erstmals das Wahlrecht ab 16 galt, sank die Wahlbeteiligung um fast 13 Prozent. Lesen Sie mehr…