Bönnsche Saache - drövver Laache: Zu meinem Köstumkaleidoskop in der Karnevalssession 2010
Generalanzeiger 18. Januar 2010:
MÄUSE FÜR DIE KULTUR
Von Lisa Inhoffen
Starke Frauen sind aus dem Haus der Springmaus nicht wegzudenken. Vor allem, seitdem dort auch die Bucheckern zu Hause sind. Das Endenicher Damenkomitee stellt in diesem Jahr mit Uta I. nicht nur erneut die Bonna, sondern auch eine hohe Würdenträgerin: Bucheckern-Präsidentin Marlies Stockhorst, Vize von Festausschuss-Präsident Horst Bachmann.
Sie und Ruth Hieronymi (CDU), WDR-Rundfunksratsvorsitzende und ehemalige EU-Abgeordnete, erhielten gestern in der Springmaus vor vielen Gästen, darunter OB Jürgen Nimptsch, den Mäuseorden.
Der Festausschuss Bonner Karneval, das Haus der Springmaus und das Theater Central ehren so seit Jahren Persönlichkeiten, die sich um die "Mäuse" zur Finanzierung der Bonner Kultur bemühen. Und das haben nach Meinung der Jury Stockhorst und Hieronymi beide auf herausragende Weise getan.
Wie, das erklärten ihre Laudatoren: Ex-Bundestagsabgeordneter Stephan Eisel (CDU) schreiend komisch als "Hauskater" von Ruth Hieronymi und Springmaus-Theaterchef Andreas Etienne in gewohnt kabarettistischer Manier für Marlies Stockhorst, die als Vorsitzende des Fördervereins seines Theaters unermüdlich dafür sorge, "dass der Laden fluppt".
Und Hieronymi? "Sie hat die Europahymne für den Rheinländer singbar gemacht", scherzte Eisel. Wie das klingt, machte er sogleich am Flügel deutlich: "Ich benn ne Räuber . . .", ließ er den ganzen Saal frei nach Beethovens "Ode an die Freude" mitsingen. Mit viel Schwung und Wortwitz führte er durch die Polit-Karriere der Beuelerin, die sich als EU-Abgeordnete die Kultur als Schwerpunkt gesetzt hatte. "Sieben Wahlen hat sie gewonnen, da könnte man neidisch werden", flachste der auf diesem Gebiet weniger erfolgreiche Eisel .
"Hörmalichhabwasmitdirzubesprechen". Ein Satz in einem Wort gesprochen. Eine Stockhorst-Spezialität, mit der es ihr gelungen sei, Karneval und Kultur in Bonn einander näher zu bringen, lobte Etienne. Keine zehn Minuten habe sie einst vor seinem Schreibtisch gestanden, da war der Mietvertrag mit den Bucheckern perfekt, und das Damenkomitee ergoss sich wie ein "Dekorations-Tsunami" über sein Theater.
Das WCCB-Desaster vor Augen empfahl er dem OB: "Herr Nimptsch, gucken Sie, ob Sie nicht ein paar Leute vom Kaliber Marlies Stockhorst finden, damit der gesunde Menschenverstand in dieser Stadt nicht verloren geht."

von Stephan Eisel
für Ruth Hieronymi (im Bonner Stadtart 1975-1990 MdL von 1985 - 1999, MdEP 1999 - 2009)
Refrain:
Das ist der Ruth-Hieronymi-Swing
Wo kommt das Ypsilon denn hin
das ist der Ruth-Hieronymi-Swing
Wo kommt das Ypsilon denn hin
Strophen:
Auf der schönen Seite, der Schääl Sick am Rhin
dortwo ihn Nonn die schönsten Mädchen blühn
kommt Ruth zur Welt - die Sonne schien
dort drüben wars,wo alles anfing
Als die Ruth dann im Stadtrat anfing
war sie dort bald die absolute Queen
holte sich ganz schnell ein echten King
Albert der hat am Finger den Ring
Später dann als sie in den Landtag ging
und dort schon wieder zu lächeln anfing
so dass ohne sie bald nichts mehr ging
da schmolz sogar der Rüttgers hin
sprach: übern Rhein nach Brüssel ich spring
und mich in Europa ganz nach oben schwing
die vielen Länder und die Sprachen bezwing
und mich mit Pralinen zum Essen durchbring
dem WDR, dem gibt sie jetzt nen Sinn
dort macht sie nun ihr ganz eigenes Ding
sie zeigt dort machem jetzt ihr spitzes Kinn
ist im Rundfunkrat die Chefin im Ring
mit diesem coolen Hieronymi Swing
ich ganz laut ihr Loblied sing
und wenn ich mich ganz heftig dazu zwing
weiss ich jetzt: das Ypsilon kommt da hin

Die Presse zum Buch:
"unbedingt lesenswert" + "verfasst von einem Mann mit genauem Blick in die Kulissen der Macht" + "ausgewogen" + "anschaulich" + "persönlich, direkt, ganz nah dran" + "schildert Kohls Charakter-züge" + "spannenende Hinter-gründe" + "keine undifferen-zierte Schwärmerei"
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